Sachsen-Anhalt auf der größten Computermesse der Welt. Die Aussteller aus unserem Bundesland sind mit gut gefüllten Auftragsbüchern zur CeBIT 2011 angereist. Auch für die kommenden Monate erwarten sie steigende Orderzahlen.

Hannover. "Das neue Jahr ist für uns gut angelaufen." Mit diesem Satz umreißt der Geschäftsführer Copac Computersysteme Stendal GmbH, Uwe Briese, die aktuelle Auftragslage des Unternehmens mit 13 Beschäftigten. Aber nicht nur das: Der Mittelständler, der zum vierten Mal auf der größten Computermesse der Welt ausstellt, blickt insgesamt optimistisch in die Zukunft.

"Wir haben von der Wirtschafts- und Finanzkrise nur wenig gespürt", berichtet Briese. Dies liege daran, dass das Unternehmen mit speziellen Produkten und Dienstleistungen für den Bildungsbereich eine Nische gefunden habe, der zudem in den vergangenen Monaten von staatlichen Konjunkturprogrammen mit profitiert habe.

Die Altmärker haben sich – technisch exakt ausgedrückt – auf den Vertrieb und die Integration von Recovery-Systemen spezialisiert. Im Kern geht es um "selbstheilende" PC-Systeme auf vernetzten "Desktop-Streaming-Plattformen". Einfacher gesagt: Heutzutage reicht es aus, beispielsweise in einem Computerkabinett oder Sprachlabor stellvertretend für alle dort vorhandenen Computer nur einen PC etwa über ein Softwareupdate zu pflegen und zu warten. Die fertige Konfiguration kann dann für den gesamten PC-Pool sofort genutzt werden.

Kunden für diese Lösung findet Copac vorwiegend in den alten Bundesländern, etwa in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen in Bayern und Nordrhein-Westfalen, erzählt Briese. Im vergangenen Jahr habe man dort mit Produktpräsentationen viele Geschäfte anbahnen können, von denen man hofft, dass diese jetzt im zweiten Halbjahr zum Tragen kommen. Als "gute Referenz für uns" kann Copac zudem auf die Hochschule Magdeburg-Stendal verweisen, die mit dem Copac-Produkt längst vertraut ist.

Aus Halberstadt ist die data-complex GmbH zur CeBIT gekommen. Das Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern stellt ein berührungsloses Patch-Management-System vor. Dabei wird mittels spezieller, in den Steckern von Netzwerkkabeln befindlichen Funkchips die Korrektheit der gesteckten Verbindungen beispielsweise in Rechenzentren permanent überwacht, erklärt Ludwig Simtion, Verkaufsmanager für den Bereich Osteuropa.

Als potenzielle Kunden haben die Halberstädter Unternehmen mit größeren Datennetzwerken wie etwa Rechenzentren im Blick. "Unsere Auftragslage ist gut", verbindet Simtion diese Aussage mit der Erwartung, dass die kommenden Monate gleichermaßen laufen werden. Die spezielle Kontroll- und Dokumentationslösung namens ".max" ist weit über die Halberstädter Stadtgrenzen hinaus im Einsatz: deutschlandweit, in Amerika, der Schweiz. Auch in Osteuropa ist data-complex aktiv. In der Ukraine beispielsweise sei man im Gespräch mit Energieunternehmen und Mobilfunkprovidern.

 

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