Bitterfeld (dapd). Der Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen stößt bei Investoren weiter auf großes Interesse. Gegenwärtig lägen der P-D Chemiepark GmbH als Vermarkter und Betreiber des Areals Anfragen von 30 potenziellen Investoren vor, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Preiss-Daimler gestern in Bitterfeld. Die Anfragen kämen aus unterschiedlichen Branchen und von Unternehmen verschiedener Größen.

Von den 1200 Hektar Fläche, die der Chemiepark einnimmt, stünden noch 170 Hektar für Ansiedlungen oder Erweiterungen von Unternehmen zur Verfügung. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten fünf bis sechs Jahren die restlichen Grundstücke verkauft haben", sagte Preiss-Daimler. Die geplante Erweiterung von Unternehmen wertete der Manager als Beleg für die Attraktivität des Standortes.

Die jüngsten Anfragen von möglichen Investoren kämen aus der Chemiebranche, aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und der Luftfahrt. Preiss-Daimler sagte, dass künftig in Bitterfeld auch Laminate für den neuen Airbus A350, dem Nachfolger des A320, gefertigt würden. Der Auftrag, den die Firmengruppe Preiss-Daimler selbst realisiere, belaufe sich auf 65 Millionen Euro. Für 126 Flugzeuge werde das Unternehmen die innere Verkleidung und den Fußboden aus Kohlenfaserstoffen fertigen.

P-D-Geschäftsführer Matthias Gabriel betonte, auch während der Wirtschaftskrise habe es "keinen Einbruch des Interesses" an dem Chemiestandort gegeben. Das Unternehmen sprach von einem Vorzeigeobjekt für Sachsen-Anhalt. In keinem anderen Standort hätten sich die Fördermittel so rentiert, wie in Bitterfeld-Wolfen.