Die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt geht weiter zurück. Im vergangenen Monat waren 150300 Menschen arbeitslos gemeldet, 7000 weniger als im Februar und 21800 weniger als vor einem Jahr. Damit hatte Sachsen-Anhalt die geringste März-Arbeitslosigkeit seit 1992.

Magdeburg. Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) führte den positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt auf die "gute wirtschaftliche Entwicklung" in Sachsen-Anhalt zurück. Auch der Chef der Magdeburger Agentur für Arbeit, Matthias Kaschte, sprach von einer guten Konjunktur, verbunden mit einer in der Region starken Arbeitskräftenachfrage insbesondere in Fertigungs- und Dienstleistungsberufen sowie am Bau. Zum Agenturbezirk Magdeburg gehören auch die Landkreise Börde, Jerichower Land und der Altkreis Schönebeck.

Private und öffentliche Arbeitgeber meldeten im März 5000 landesweit freie Stellen und damit fast 20 Prozent mehr als vor einem Jahr, der Agenturbezirk Magdeburg wies ein Plus von 32 Prozent aus. Besonders gefragt waren unter anderem Verwaltungs- und Büroberufe, Schlosser und Mechaniker und soziale und Gesundheitsdienstberufe.

Interessant: Neben den landesweit 150300 registrierten Arbeitslosen kommen 53000 vormals Arbeitslose hinzu, die mit verschiedenen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten gefördert werden. Darüber hinaus wurden laut Arbeitsagentur 7600 Menschen nicht als arbeitslos gezählt, weil sie entweder vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch nahmen oder krankgeschrieben waren. Damit umfasse das Potenzial derjenigen, die eine reguläre Beschäftigung aufnehmen könnten, 210900 Menschen.