Frankfurt/Main (dpa). Die deutschen Biotechnologie-Unternehmen sind einer Studie zufolge nach zwei Jahren der Krise wieder gesund. So steigerten die Biotech-Firmen mit Stammsitz in Deutschland 2010 ihre Umsätze um sieben Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Das errechneten Experten der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young in einer gestern in Frankfurt am Main vorgestellten Untersuchung. Demnach wuchs auch die Zahl der Beschäftigten um zwei Prozent auf gut 10 000.

Ein weiteres positives Signal seien die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die spürbar (plus vier Prozent) angezogen hätten und bei gut 800 Millionen Euro liegen. Zudem befänden sich wieder deutlich mehr Wirkstoffe (plus sieben Prozent) in der klinischen Prüfung, die einer Zulassung auf dem Arzneimittelmarkt vorausgehen muss.

Ein Problem attestierte die Studie der Berater von Ernst & Young jedoch auch: Obwohl die Investitionen in die Branche im vergangenen Jahr wieder fast das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2007 erreicht hätten, sei es für die Branche nach wie vor äußerst schwierig, an frisches Geld zu kommen – das gelte insbesondere für junge Firmen.

400 Biotech-Firmen haben laut der Studie ihren Stammsitz in Deutschland.