Frankfurt/Main (dpa). Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen will dem Unternehmen nach eigenen Worten treu bleiben. Sein Anliegen sei, Karstadt Zeit und Ruhe zu geben, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wie schon in seinem 2010 vorgelegten Konzept geplant sollten jetzt die drei Säulen des Konzerns – die Luxushäuser, Sporthäuser und die sonstigen Warenhausfilialen – in drei getrennten Einheiten separat aufgestellt werden. Ziel sei es, dass sich die Einheiten unabhängig voneinander entfalten könnten.

Mit dem bisherigen Geschäftsverlauf zeigt sich Berggruen zufrieden. Man liege voll im Plan. Er sei überzeugt, dass es bis zum Ablauf des – vergleichsweise niedrige Löhne garantierenden – Sanierungstarifvertrags im nächsten Jahr gelingen werde, Karstadt deutlich profitabler zu machen.

Ein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Kaufhof hat Berggruen nach eigenen Worten nicht: Erst einmal müsse Karstadt in Ordnung gebracht werden. Andrew Jennings, der seit Januar amtierende neue Unternehmens-Chef, erarbeite derzeit einen Zukunftsplan, der spätestens in zwei Monaten in die Umsetzung gehe.

Berggruen hatte die Kette im Oktober übernommen. Das Unternehmen mit 120 Waren- und Sporthäusern hatte im Sommer 2009 zusammen mit der Mutter Arcandor Insolvenz anmelden müssen.