Hamburg (dpa). Die Kaffeetrinker in Deutschland greifen immer häufiger zu Espresso, Kapseln und Pads. Zwar macht der klassische Röstkaffee immer noch drei Viertel des Marktes aus, aber dieser Bereich schrumpft zugunsten von Spezialitäten. Das teilte der Deutsche Kaffeeverband in Hamburg mit. Mit einem durchschnittlichen Kaffeekonsum von 150 Litern je Bundesbürger blieb der deutsche Kaffeemarkt 2010 insgesamt auf dem hohen Niveau des Vorjahres. "Es zeichnet sich ein klarer Trend zur frischen Zubereitung von Kaffeespezialitäten zum sofortigen Genuss ab", sagte Holger Preibisch, der Hauptgeschäftsführer des Verbandes.

Insgesamt wurden in Deutschland 406000 Tonnen Röstkaffee und 12500 Tonnen löslicher Kaffee abgesetzt. Das Segment Espresso/Caffè Crema wuchs um fast zwölf Prozent auf 53300 Tonnen, davon mehr als zwei Drittel aus deutscher Röstung. Espresso und Caffè Crema werden meist als ganze Bohnen in Vollautomaten eingesetzt. "Seit Vollautomaten zu Hause und in Büroetagen zum Kultobjekt avanciert sind, hat sich der Absatz rasant entwickelt", sagte Preibisch. Auch Einzelportionen wie Pads und Kapseln haben in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Seit dem Jahr 2005 habe sich der Absatz verzehnfacht und liege nun bei 35100 Tonnen.