Halberstadt (dpa). Nach dem für heute Nachmittag angekündigten Ende des Lokführerstreiks rechnet der Bahn-Konkurrent Veolia in Sachsen und Sachsen-Anhalt noch länger mit Behinderungen. Erst am Sonnabendmorgen seien die Züge des Harz-Elbe-Expresses (HEX) und der Mitteldeutschen Regiobahn im Großraum Leipzig vermutlich wieder planmäßig unterwegs, sagte Veolia-Sprecher Jörg Puchmüller gestern in Halberstadt.

Seit Streikbeginn am Dienstagnachmittag ist beim HEX in Sachsen-Anhalt etwa jeder dritte Zug ausgefallen, als Ersatz fuhren Busse und Taxen. Auf den HEX-Hauptstrecken Magdeburg-Halberstadt und Magdeburg-Halle waren die Züge nach Angaben von Puchmüller "nahezu fahrplanmäßig" unterwegs.

Bei der Mitteldeutschen Regiobahn fuhren die Züge zwischen Halle, Bitterfeld und Leipzig am Donnerstag demnach zu 90 Prozent planmäßig. Am Vortag waren es 80 Prozent gewesen.

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert für alle 26000 Lokführer in Deutschland einen Branchentarifvertrag mit einem einheitlichen Entgelt auf dem Niveau der Deutschen Bahn.