Frankfurt/ Main (dpa). Die Lokführergewerkschaft GDL hat im festgefahrenen Tarifkonflikt erneut Konkurrenten der bundeseigenen Deutschen Bahn bestreikt. Am Sonnabend legten Lokomotivführer der AKN Eisenbahn AG im Norden Deutschlands sowie der Berchtesgadener Land Bahn (BLB) in Bayern die Arbeit nieder.

Bei der BLB fielen nach Angaben von GDL-Sprecherin Gerda Seibert 70 Prozent der Züge aus, bei der AKN kam es zu erheblichen Verspätungen. Nach zwölf Stunden wurden die Streiks bei beiden Unternehmen zwar offiziell beendet, die AKN hielt aber zunächst noch an ihrem Notfahrplan fest. Die GDL zeigte sich über die Entscheidung entrüstet und sprach von einer Aussperrung der Lokführer.

Die Gewerkschaft will eine einheitliche Bezahlung aller 26000 Lokführer in Deutschland – und zwar auf dem hohen Niveau des Marktführers Deutsche Bahn (DB).