Berlin (dpa). Die Bundesregierung will die Entwicklung von Elektroautos nach einem Zeitungsbericht in den kommenden beiden Jahren mit insgesamt einer Milliarde Euro fördern. Damit solle vor allem die Grundlagenforschung vorangetrieben werden, schreibt die "Welt am Sonntag". Geplant seien außerdem Steuer-erleichterungen für Halter batteriebetriebener Fahrzeuge sowie "nichtmonetäre Anreize" wie die Nutzung spezieller Fahrspuren oder Sonderparkplätze. Direkte Kaufprämien seien nicht vorgesehen. Die Zeitung beruft sich auf eine Regierungsvorlage, die das Bundeskabinett am kommenden Mittwoch diskutieren wolle.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist trotz aller Probleme optimistisch, das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 zu erreichen. Bis 2030 könnten es sechs Millionen Fahrzeuge sein, erklärte Merkel am Sonnabend in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. Sie sei sehr optimistisch, dass Deutschland "schon verlorenes Terrain sehr schnell wieder aufholen" könne.

Im zweiten Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), den Merkel heute entgegennimmt, werden erhebliche Zweifel an den Zielen der Bundesregierung geäußert. Ohne staatliche Hilfe könnte die Marke von einer Million Elektroautos bis 2020 klar verfehlt werden, heißt es in dem Entwurf. Umwelt- und Verkehrsverbände werfen der Autoindustrie vor, es mit ihren Einwänden vor allem auf Subventionen abgesehen zu haben.