Thalheim (dpa). Im "Solar Valley" am Rande des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen hat gestern der Bau eines Solarglaswerks begonnen. Das norwegische Unternehmen Vetro Solar will rund 34 Millionen Euro investieren. Ein Viertel des Geldes kommt als Zuschuss von Land, Bund und EU. An dem neuen Standort nahe der Autobahnabfahrt der A9 sollen bis zu 70 Arbeitsplätze entstehen. Der Grundstein wurde südlich der Bundesstraße 183 gelegt. Der Technologiepark Mitteldeutschland in Thalheim (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) wurde damit erstmals Richtung Süden erweitert.

Der Bau ist die erste Investition der Norweger in Sachsen-Anhalt. Ende Juni soll das Solardach auf der Fertigungshalle montiert werden. Im dritten Quartal soll die Produktion starten, teilte der Mutterkonzern im südnorwegischen Kristiansand mit. Der Bau sei "der nächste wichtige Meilenstein", um Weltmarktführer bei der Herstellung von hochwertigem Glas für die Photovoltaikindustrie zu werden.

Das Unternehmen hatte die Ansiedlung im vergangenen Herbst angekündigt. Die Produktion läuft zunächst an zwei automatischen Veredelungslinien. Dafür sucht die Firma noch Fachkräfte.

Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) lobte die neue Niederlassung als Stärkung für die gesamte Solarbranche und den Solarstandort Sachsen-Anhalt. Seit dem Jahr 2000 ist in Sachsen-Anhalt mehr als eine Milliarde Euro in die Solarbranche investiert worden. In der Branche arbeiten rund 3600 Beschäftigte.