Magdeburg. Der Verband der Kaufleute hat gestern Abend im Magdeburger Maritim-Hotel sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Unter den Gästen war neben Verbandspräsident Hans-Friedrich Druschke auch Landesentwicklungsminister Karl-Heinz Daehre (CDU). "Ohne den Handel wäre das städtische Beziehungsgeflecht nicht denkbar", würdigte Daehre den Einzelhandel, sieht ihn aber vor schwierigen Herausforderungen.

Geringes Marktwachstum, hoher Wettbewerbsdruck, demografischer Wandel, steigende Energie-, Miet- und Personalkosten sowie dominierende Konzerne machen dem klassischen Einzelhandel mit seinen Fachgeschäften und Warenhäusern zu schaffen. "Der Strukturwandel vom Tante-Emma-Laden zum multifunktionalen Konsumtempel schreitet fort", sagte Daehre. Innenstädte verwaisen und ziehen andere Branchen wie Kultur und Gastronomie mit. "Wir stellen uns der Herausforderung, wollen gut funktionierende Handelsstrukturen und einen bunten Branchenmix sichern", sagte Verbandsgeschäftsführerin Uta Otto. Kommunen und Handel müssen eine Zweck- und Handlungsgemeinschaft bilden", bekräftigte Daehre seine Unterstützung. Mit städtebaulichen Instrumentarien und schlüssigen Innenstadtkonzepten, die von Land und Bund gefördert werden, soll das gelingen.

Der Verband der Kaufleute Sachsen-Anhalt vertritt die Interessen von rund 2500 Unternehmen aller Branchen, Betriebsformen und Betriebsgrößen des Einzelhandels, vom inhabergeführten Geschäft bis zum Warenhaus. 60 000 Beschäftigte sind in Sachsen-Anhalt im Einzelhandel tätig.