Berlin (dpa). Ein Termin zur Entscheidung über den künftigen Standort der größten deutschen Luftfahrtmesse ILA ist nach wie vor offen. Wie der Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Christopher Bach, sagte, haben sich noch nicht alle Mitglieder des Präsidiums zurückgemeldet.

Zunächst gab es um den Termin Verwirrung. Bach hatte auf dpa-Anfrage den 31. Mai als Datum der Präsidiumssitzung in Berlin genannt, musste sich aber später korrigieren. Nach früheren Angaben soll die Entscheidung jedoch auf jeden Fall noch vor der nächsten ILA (8. bis 13. Juni) fallen.

Um die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ab 2012 bewerben sich Berlin und Brandenburg mit Selchow in der Nähe des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld sowie Sachsen und Sachsen-Anhalt mit dem Flughafen Leipzig/Halle.

Die ursprünglich für vergangenen Montag geplante Präsidiumssitzung war abgesagt worden, da mehrere Mitglieder wegen einer Aschewolke aus Island nicht anreisen konnten. Zu den Präsidiumsmitgliedern gehört auch Airbus-Chef und BDLI- Präsident Thomas Enders.

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung wird seit 1992 alle zwei Jahre in Berlin veranstaltet. 2008 hatten 1127 Aussteller 330 Fluggeräte vor 241 000 Zuschauern gezeigt.

Die nächste ILA wird im Juni letztmalig auf dem Flughafen Schönefeld ausgerichtet. Dort wird mit der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens 2011 kein Platz mehr sein, so dass der neue Standort für 2012 und die Folgejahre gesucht wird.

Die beiden Konkurrenten werden auf der Sitzung ihre Konzepte noch einmal präsentieren. Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten sich mit dem gemeinsamen Flughafen Leipzig/Halle beworben. Berlin und Brandenburg reichten zusammen einen Vorschlag mit Selchow nahe dem Flughafen Schönefeld ein.

Andere Vorschläge, wie die Flughäfen Hannover, Oberpfaffenhofen bei München, Stuttgart und Köln/Bonn waren bereits verworfen worden.