Berlin (dpa). Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) wird am 31. Mai über den künftigen Standort der größten deutschen Luftfahrtmesse ILA entscheiden. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Dietmar Schrick, gestern auf der Pressekonferenz zum Veranstaltungsprogramm der ILA 2010 in Berlin.

Um die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ab 2012 bewerben sich Berlin und Brandenburg mit Selchow in der Nähe des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld sowie Sachsen und Sachsen-Anhalt mit dem Flughafen Leipzig/Halle.

Die ILA wird vom 8. bis 13. Juni letztmalig auf dem Flughafen Schönefeld ausgerichtet. Dort wird mit der Eröffnung des Hauptstadtflughafens 2011 kein Platz mehr sein, so dass der neue Standort gesucht wird.

Die beiden Konkurrenten werden auf der Sitzung des Präsidiums des BDLI in Berlin ihre Konzepte noch einmal präsentieren. Zu den Mitgliedern des Gremiums gehört auch Airbus-Chef und BDLI-Präsident Thomas Enders. Andere Vorschläge, wie die Flughäfen Hannover, Ober- pfaffenhofen bei München, Stuttgart und Köln/Bonn, waren bereits verworfen worden.

Die ILA wird seit 1992 alle zwei Jahre in Berlin veranstaltet. 2008 hatten 1127 Aussteller 330 Fluggeräte vor 241 000 Zuschauern gezeigt.

Die ursprünglich für den 10. Mai geplante Sitzung zur Entscheidung über den neuen Standort war kurzfristig abgesagt worden, da mehrere Mitglieder wegen einer Aschewolke aus Island nicht anreisen konnten.