Frankfurt/Main (dpa). Ein zweistelliges Auftragsplus im Februar macht Deutschlands Maschinenbauern Hoffnung. Von den Glanzzeiten vor der Krise ist die Schlüsselbranche aber noch weit entfernt, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) gestern in Frankfurt mitteilte.

Der Auftragseingang im Februar lag real um 26 Prozent über dem Vorjahresmonat. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland zog mit plus 32 Prozent kräftig an. Das Inlandsgeschäft legte um 16 Prozent zu. Allerdings war der Vorjahresmonat auch katastrophal: Damals waren die Orderzahlen um 49 Prozent eingebrochen. Der VDMA bewertete die aktuellen Zahlen als "langsamen Aufwärtstrend": "Wir haben den Dämpfer aus dem Januar überwunden und sind jetzt wieder verhalten optimistisch", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Es dürfe jedoch nicht vergessen werden, "dass das Bestellniveau insgesamt nach wie vor deutlich unter dem der Vorjahre liegt". Wiechers erläuterte: "Wir liegen etwa 20 Prozent unter dem Durchschnitt der Wachstumsjahre 2004 bis 2008." Die Auftragsbücher bieten den Unternehmen nach VDMA-Angaben derzeit Arbeit für fast fünf Monate. Das ist wieder etwas besser als zum Tiefpunkt im Oktober, als die Firmen für gut viereinhalb Monate ausgelastet waren.