Halle (dpa). Das Handwerk im Süden Sachsen-Anhalts hat zu Beginn des Jahres mehr Aufträge erhalten. Als Gründe nannte die Handwerkskammer Halle gestern einen Auftragsstau im Bau als Folge des langen Winters und Zusatzauf- träge aus dem Konjunkturpaket II. Daher nahm das Auftragsvolumen der öffentlichen Hand im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, während es weniger Aufträge von privater Seite gab.

Die von Unternehmen ausgelösten Aufträge an das Handwerk blieben auf stabilem Niveau, wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage hervorgeht. Die Zahl der Handwerksbetriebe stieg leicht um 27 auf 15 171, dagegen sank die Zahl der Beschäftigten um 1000 auf 70 500.

Für die kommenden Monate erwarten die Betriebe laut Kammer einen leichten Aufschwung ohne große Dynamik. Dabei werde der Frühjahrsaufschwung in den Bauhaupthandwerken saisonal bedingt am stärksten ausfallen. Ebenso deute sich im Kfz-Handwerk eine leichte Erholung auf niedrigem Niveau an. Dagegen werden die Umsatzaussichten in Handwerksbetrieben, die vorwiegend für den privaten Bedarf arbeiten, überwiegend pessimistisch bewertet.

Laut Kammer entfällt etwa ein Fünftel der erbrachten handwerklichen Leistungen auf Schwarzarbeit. Nötig seien eine Senkung der Steuern und Sozialabgaben sowie stärkere Kontrollen.