Heideloh/Frankfurt/Main (dpa). Der Versandhändler Neckermann.de stellt nach einer jahrelangen Schrumpfkur wieder Beschäftigte ein. Im Jahr des 60. Jubiläums werde man am Stammsitz Frankfurt 60 bis 70 Leute einstellen und am Standort Heideloh bei Bitterfeld-Wolfen weitere 80 Menschen, berichtete das Unternehmen am Dienstag. Der früher zum insolventen Handelskonzern Arcandor gehörende Versender beschäftigt aktuell rund 4300 Menschen.

Vor allem mit einem größeren Anteil des Internethandels hat das Unternehmen nach Angaben des Chefs Henning Koopmann seine Ziele für 2009 und auch für das erste Quartal 2010 erreicht. Angestrebt war im vergangenen Jahr ein Umsatz von 750 Millionen Euro und damit rund 70 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Der geplante Rückgang sei auf den Verzicht auf unrentable Sortimente zurückzuführen. Erfolgreich sei hingegen das Versandgeschäft mit Möbeln. Das Internetgeschäft macht mittlerweile laut Koopmann zwei Drittel des Umsatzes aus.

Im Jahr 2010 will Neckermann eine schwarze Null beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichen. Genaue Geschäftszahlen sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Neckermann gehört mehrheitlich dem Finanzinvestor Sun Capital. Die Zukunft des 49-Prozent-Anteils bei Arcandor ist ungewiss.