Bitterfeld-Wolfen ( dpa ). Das Geschäft des Solarzellenherstellers Q-Cells ist wegen des dramatischen Preisverfalls und erheblicher Abschreibungen im vergangenen Jahr regelrecht abgestürzt. Der einstige Börsenliebling verbuchte einen Nettoverlust von fast 1, 4 Milliarden Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft gestern in Bitterfeld-Wolfen ( Landkreis Anhalt-Bitterfeld ) auf der Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Das Ergebnis war deutlich schlechter als von Analysten erwartet. Darin enthalten sind Abschreibungen auf Tochterunternehmen und Beteiligungen von 952 Millionen Euro. 2008 hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von 190, 6 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz sank um mehr als ein Drittel auf 801 Millionen Euro.

Q-Cells will nach dem Milliardenverlust im vergangenen Jahr 2010 wieder auf einen profitablen Wachstumskurs zurückkehren. Eine konkrete Prognose wollte Vorstandschef Anton Milner gestern allerdings nicht geben und verwies auf die Unsicherheiten durch die geplante Kürzung der Solarförderung in Deutschland. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben im laufenden Jahr rund 150 Millionen Euro investieren. Die Produktionskapazität soll von 750 auf 1100 Megawatt steigen. Der Ausbau ist vor allem in der neuen Fabrik in Malaysia geplant.

Ob es in Deutschland zu einem weiteren Arbeitsplatzabbau kommen wird, wollte das Unternehmen nicht ausschließen. Die Wirtschaftlichkeit werde ständig überprüft, sagte Milner. Es sei nicht geplant, Stellen zu streichen. Wirtschaft