Der Energieversorger E. ON Avacon mit Sitz im niedersächsischen Helmstedt will die Investitionen in die Ertüchtigung seines Stromnetzes auf hohem Niveau kontinuierlich fortführen. " Wir werden auch in Zukunft jährlich mehr als 100 Millionen Euro aufwenden ", sagte der Vorstandsvorsitzende der E. ON Avacon AG, Michael Söhlke, der Volksstimme.

Magdeburg. E. ON Avacon ist mit einem Strom- und Gasnetz von 53 600 beziehungsweise 19 500 Kilometer Länge einer der größten regionalen Energiedienstleister in Deutschland. Das Netzgebiet erstreckt sich über das mittlere und östliche Niedersachsen sowie den Norden und die Mitte von Sachsen-Anhalt. Hier versorgt das Unternehmen zehntausende Kunden mit Gas und Strom.

Zu einem Großteil hängen die Modernisierung und der Ausbau des Stromnetzes mit dem steigenden Transportaufkommen an erneuerbaren Energien wie Windstrom zusammen. Diese würden bereits fast die Hälfte des durch das Netz geleiteten Stromvolumens ausmachen und rund ein Drittel der jährlichen Investitionskosten erklären, fügte Söhlke hinzu.

Der maximale Strombedarf im E. ON-Avacon-Netzgebiet liegt Unternehmensangaben zufolge seit Jahren bei rund 800 Megawatt. Im Jahr 2004 überschritt die installierte Einspeiseleistung aus erneuerbaren Energien erstmals die maximale Bezugslast.

Erst vor kurzem war bei Stendal ein rund 60 Millionen Euro teures Umspannwerk von E. ON Avacon und Vattenfall Europe Transmission in Betrieb gegangen. Dort wird der vor allem nördlich von Magdeburg erzeugte Windstrom " eingesammelt " und in die Industriegebiete im Süden Sachsen-Anhalts weitergeleitet.

" Wir werden auch in Zukunft jährlich mehr als 100 Millionen Euro aufwenden ", kündigte der Vorstandsvorsitzende der E. ON Avacon AG, Michael Söhlke, gegenüber der Volksstimme an.

Vor dem Hintergrund des Verkaufs der Stadtwerke-Holding Thüga des E. ON-Konzerns für rund drei Milliarden Euro an ein kommunales Bieterkonsortium, betonte Söhlke, dass ein Rückzug von E. ON Avacon aus dem Gesellschafterkreis der Städtischen Werke Magdeburg ( SWM ) nicht zur Debatte stehe. E. ON Avacon hält an den SWM, die zu den 30 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt gehören, 26, 67 Prozent. " Wir haben aktuell kein Interesse, auszusteigen ", betonte Söhlke. Mit der Zusammenarbeit und dem wirtschaftlichen Ergebnis des Engagements in Magdeburg sei man " zufrieden ".