Düsseldorf ( ddp ). Die Sanierung des insolventen Warenhauskonzerns Karstadt kommt einem Medienbericht zufolge besser voran als erwartet. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg kann der Gläubigerversammlung heute in Essen im operativen Geschäft schwarze Zahlen präsentieren, berichtet das " Handelsblatt ". Vor allem der Oktober sei sehr gut gelaufen, bestätigte Görgs Sprecher der Zeitung. In der Branche heiße es zudem, Karstadt habe mit seinen Lieferanten bereits Verträge für das Sommergeschäft 2010 abgeschlossen. Akut von der Schließung bedroht sei zurzeit nur " eine Handvoll Häuser ".

In der Essener Grugahalle waren gestern die Gläubiger der Holding des insolventen Handels- und Touristikkonzerns Arcandor zusammengekommen. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg machte ihnen wenig Hoffnung darauf, dass ihre Forderungen umfassend bedient werden.

Heute findet an gleicher Stelle die Gläubigerversammlung für Karstadt statt. Morgen steht die Gläubigerversammlung der Versandhandelstochter Quelle an. Ausgerichtet werden die Gläubigerversammlungen vom Amtsgericht Essen. Bisher gingen dort etwa 150 000 Forderungen von rund 50 000 Gläubigern ein. Die Gesamtsumme der Forderungen beläuft sich auf annähernd 20 Milliarden Euro.