Rüsselsheim ( dpa ). In den Opel-Werken wächst die Angst vor Entlassungen und dem Aus für Opel. Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sieht die Opel-Standorte in Bochum, Kaiserslautern und Antwerpen " akut gefährdet ". Auch die Zukunft des Opel-Werkes Eisenach ist ungewiss. Den Plan der Mutter General Motors ( GM ), Opel zu behalten und aus eigener Kraft zu sanieren, halten Betriebsräte für unrealistisch. Sie befürchten Werkschließungen und Massenentlassungen. In Deutschland hat Opel in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern insgesamt rund 25 500 Beschäftigte, europaweit hat Opel 54 797 Mitarbeiter.

Branchenkenner Ferdinand Dudenhöffer sieht für Opel schwarz : " Bei einer Insolvenz wären Werkschließungen in Bochum, Kaiserslautern, Antwerpen und Eisenach ein denkbares Szenario. " Dagegen sieht Autoexperte Willi Diez Opel unter dem Dach von GM am besten aufgehoben : " Ohne General Motors kann Opel nicht leben. "

Aus Protest gegen die GMEntscheidung rufen Betriebsräte und Gewerkschaften ab heute zu Warnstreiks auf. Klaus Franz stellte klar, es werde keinen Beitrag der Beschäftigten zur Sanierung von Opel geben. Er verlangt die sofortige Auszahlung von gestundeten Tariferhöhungen und hat seine Zusage zurückgenommen, dass die Belegschaft durch den Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld insgesamt 265 Millionen Euro jährlich einsparen könnte. GM Europe warnte : " Wenn wir uns nicht auf die nötige Restrukturierung einigen können, hätte dies die Opel-Insolvenz zur Folge. " Es sei auch im Interesse der Gewerkschaften, mit GM so zu kooperieren wie zuvor mit den Bietern. Meinung