Magdeburg. Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg hat gestern eine Informationstechnologie-Initiative ins Leben gerufen, mit der potenziellen Kunden das Leistungsvermögen der Branche näher gebracht und Aufträge in Sachsen-Anhalt gehalten werden sollen.

Zwar habe sich im Kammerbezirk der IHK Magdeburg die IT-Branche zu einer eigenständigen Wirtschaftskraft entwickelt, die sich durch Dynamik, Innovationsfähigkeit, progressive Bruttowertschöpfung und einen stetigen Zuwachs an Arbeitsplätzen auszeichne, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang März in Magdeburg. Dennoch bietet der Markt in Sachsen-Anhalt den IT-Spezialisten nur eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten. "Viele der 1200 in unserem IHK-Bezirk organisierten IT-Unternehmen könnten besser arbeiten, wenn sie das bereits vorhandene Potenzial nutzen würden", fügte März hinzu. Dies liege unter anderem daran, dass der Bekanntheitsgrad des in Sachsen-Anhalt vorhandenen Know-hows unbefriedigend sei: "Das soll sich ändern."

"Die IT-Branche muss in unserer Region besser wahrgenommen werden", sagte Volker Fett von der Computer und Schulungscenter Images GmbH Magdeburg, der zum ersten Beiratsvorsitzenden der Initiative gewählt worden war. Gemeinsam mit der IHK wolle man jetzt Möglichkeiten hierfür finden. Fett forderte Unternehmer der Branche auf, sich an der IT-Initiative zu beteiligen.

Insbesondere wolle man Lösungsansätze diskutieren, die dazu beitragen, dass die Wirtschaft stärker vom Wachstumsmarkt IT-Wirtschaft profitiert, erläuterte der IHK-Geschäftsführer Handel und Dienstleistungen, Werner Heidler. Weiter gehe es darum, wie Inhalte, Strukturen und Rahmenbedingungen in branchentypischen Berufen zu verbessern und die Ausbildung an Hochschulen praxisnah auszurichten seien.

Zu den 1200 Unternehmen im nördlichen Sachsen-Anhalt, die direkt oder indirekt im IT-Bereich tätig sind, zählen unter anderem Programmierer, Softwareentwickler, Anbieter von Webportalen, EDV-Systemen oder Netzwerkinstallateure.