Von Falk Heidel

Burg. Eine partielle Sonnenfinsternis ist am morgigen Dienstag zu beobachten. Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond so zwischen Sonne und Erde, dass er die Sonne bedeckt. Dies ist am 4. Januar von Sonnenaufgang um 8.21 bis 10.50 Uhr zu erleben, erklärt Hobbyastronom Matthias Graner aus Möser.

Graner: "Das Maximum, wenn gut zwei Drittel der Sonnenfläche bedeckt sind, wird um 9.24 Uhr erreicht sein. Voraussetzung ist natürlich, dass einigermaßen klarer Himmel ist oder die Sonne wenigstens durch Wolkenlücken hin und wieder sichtbar wird."

Fachleuten zufolge ist es wichtig, dass man nie mit bloßem Auge direkt in die Sonne schaut. Für die Sonnenbeobachtung sollte eine Spezialbrille benutzt werden. Interessenten können am heutigen Montag zwischen 10 und 12 Uhr im SPD-Büro an der Jacobistraße 6 in Burg kostenlos eine solche Brille erhalten.

Damit es zu einer Sonnenfinsternis kommt, müssen Sonne, Mond und Erde möglichst genau auf einer Linie stehen. Eine Finsternis, bei der die Erde nur vom Halbschatten des Mondes getroffen wird, ist eine partielle Sonnenfinsternis. Im Schnitt gibt es alle 375 Jahre über einem bestimmten Ort eine totale Sonnenfinsternis. Zählt man die ringförmigen hinzu, sind es 140 Jahre. Im Jerichower Land wird dies Graner zufolge am 7. Oktober des Jahres 2135 passieren.

Fast in der ganzen Welt zu beobachten war die vergangene totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999. Finsternisse sind keine alleinige Eigenschaft des Erde-Mond-Systems, sondern treten bei allen Planeten mit Monden sowohl als Sonnenfinsternisse, als auch als Mondfinsternisse auf.