Gommern. Zur Absicherung der Deiche im Gebiet der Ehlestadt hat die Stadtverwaltung von Gommern 10 000 neue Sandsäcke angefordert. In den vergangenen Wochen war bereits tonnenweise Sand in Säcken verbaut worden.

Dabei hatten die ehrenamtlichen Helfer und Freiwillige Feuerwehr vor allem auf in Dannigkow eingelagerte Altbestände zurückgreifen können. Oder müssen, denn zum Teil sind die vorrätigen Sandsäcke aus unterschiedlichen Materialien und mit verschiedenen Abmessungen. Daraus einen anständigen Schutz gegen das Hochwasser herzustellen, erweist sich in der Praxis freilich als schwierig. Solches Flickwerk ist auch auf den Wallungen hinter der Hagenstraße zu finden. Gommerns Wehrleiter Ralf Fröhlich: "An den wichtigen Stellen haben wir aber einheitliche Säcke verbaut."

Doch welcher Sack ist denn der beste? Da teilen sich die Ansichten. Kunststoffsäcke sind zwar vorteilhaft, wenn gefüllte Säcke auf Vorrat längere Zeit gelagert werden sollen, haben aber den Nachteil, dass sie wesentlich leichter wegrutschen als Naturfasersäcke. Sie sind nach Ansicht mancher Wasserwehrleute weniger gut geeignet, weil das Wasser besser durch die Zwischenräume fließt.

Anders dagegen die Natur-fasersäcke: Wenn die mit Wasser in Berührung kommen, saugen sie sich voll und quellen noch etwas auf. Dadurch wird der Sandsackdeich zusätzlich abgedichtet. So manch erfahrener Fluthelfer schwört auf die Jutesäcke, so auch Gommerns Wehrleiter Ralf Fröhlich: "Die Jutesäcke in den Abmaßen von 30 mal 60 Zentimetern sind die besten!"

Je größer die gefüllten Säcke sind, desto eher gehen jene, die sie bis zum Einsatzort schleppen müssen, in die Knie. Als Hinweis an alle Helfer, die beim Hochwasserschutz zum Befüllen eingeteilt werden: Die Säcke werden nur zu 2/3 mit Sand gefüllt. Meist werden die Säcke mit Band oder Draht verschlossen. Wenn aber keine Zeit zum Verschließen bleibt, wird die Öffnung umgeklappt und unter den Sack gelegt. Das Gewicht des Sands liegt so auf der Öffnung. Ruhig noch mal drauftreten, damit alles dicht wird. Und auch ganz wichtig: Die Öffnung muss immer zur Landseite liegen.