Niegripp l Mit 30 Gästen feierte am Montag die Niegripperin Gertrud Schütze in der Gaststätte "Zur Freundschaft" ihren 90. Geburtstag. Am Vormittag hatten hier bereits Nachbarn und Freunde gratuliert, und auch Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum und Niegripps Ortsbürgermeister Karl-Heinz Summa reihten sich in die Schlange der Gratulanten ein. Schließlich gehört Gertrud Schütze zu den ältesten Einwohnern des Elbedorfes - obwohl man ihr die 90 Jahre nicht anmerkt, denn sie ist eine sehr agile Seniorin, mischt nach wie vor in der DFD-Gruppe sowie bei der Volkssolidarität mit und lässt auch den Kontakt zu den Sportfrauen nicht abreißen. Eine Bekannte, die Auto fährt, ermöglicht es Gertrud Schütze weiterhin, einmal im Monat beim Frauenfrühstück im Burger Tea-Treff dabei zu sein.

Die Jubilarin, 1923 geboren, stammt aus Dannigkow und war im Zweiten Weltkrieg Sanitäterin. Nach Kriegsende blieb sie dann noch einige Jahre in der Krankenpflege, bevor sie 1948 ihren Mann Walter kennenlernte und nach Niegripp kam. Fast 40 gemeinsame Jahre waren dem Paar vergönnt. Gertrud Schütze brachte drei Kinder zur Welt. Zur Familie zählen inzwischen drei Enkel und zwei Urenkel.

In Niegripp wohnt die Jubilarin zusammen mit ihrem Sohn Norbert auf einem Grundstück, kann aber trotz ihres Alters noch selbstständig wirtschaften. "Ich putze sogar die Fenster", so Gertrud Schütze, die sich auch das Wäschewaschen, das Kochen und das Einkaufen im Dorfkonsum bislang nicht abnehmen lassen will. Auch das Gedächtnis funktioniere noch gut, so Gertrud Schütze, was ihre Freundinnen bestätigen. "Sie kann sich alle Geburtstage merken und weiß bescheid, was im Dorf gerade los ist." Auch ihren Humor schätzen die Freundinnen an Gertrud Schütze. Sie nehme das Leben leicht, hieß es bei der Gratulationsrunde am Montag, bei der mit Sekt angestoßen wurde. Sonst gönnt sich Gertrud Schütze gern ein Kräuterschnäpschen. "Aber immer nur einen und auch nicht jeden Tag", so die 90-Jährige.