Zum Jahreswechsel lässt Bürgermeister Jens Hünerbein 2013 Revue passieren und blickt schon tatkräftig ins neue Jahr. Arlette Krickau fragte ihn nach den guten Vorsätzen - persönlich wie auch für die Gemeinde.

Volksstimme: Was waren die Höhepunkte in 2013 für die Einheitsgemeinde Gommern?

Jens Hünerbein: Das Jahr 2013 war für unsere Einheitsgemeinde eines mit den größten Herausforderungen seit ihrer Begründung. Insbesondere bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe und des Sachsen-Anhalt-Tages hat sich gezeigt, dass wir schon gut zusammengewachsen sind. Gemeinsam konnten gerade diese herausragenden Ereignisse gemeistert werden. Aber nicht nur diese markanten Ereignisse waren Höhepunkte in unserer Einheitsgemeinde. Neben vielen kleinen und besonderen Veranstaltungen waren die Gedenkveranstaltungen zum 200. Jahrestag des ersten siegreichen Gefechts bei Möckern im April bei Vehlitz sowie die 1000-Jahr-Feier in Wahlitz und die 1050-Jahr-Feier in Nedlitz weitere Höhepunkte im Veranstaltungsplan unserer Einheitsgemeinde. Neben vielen kleinen und großen Bauprojekten kann man sagen, dass der Jahresplan 2013 gut abgearbeitet werden konnte. Eine besondere Herausforderung war insbesondere für die Verwaltung, aber auch für unsere Ortschafts- und Stadträte, die Aufstellung und Verabschiedung des ersten doppischen Haushaltes. Dies bedeutete für alle Beteiligten eine enorme Umstellung, die ebenfalls gemeistert werden konnte. Weiterhin musste mit den Auswirkungen des neuen Kinderförderungsgesetzes umgegangen werden. Obwohl sich der Stadtrat entschieden hat, neben weiteren 62 Gemeinden des Landes die Verfassungsbeschwerde zu begleiten, mussten trotzdem die Erfordernisse umgesetzt werden.

Volksstimme: Was sollte in 2014 in der Gemeinde unbedingt besser klappen? Gibt es in Verwaltung oder Stadtrat gute Vorsätze?

Jens Hünerbein: Wenn ich in das Jahr 2014 blicke, wünsche ich mir, dass diejenigen, die sich bisher für die Einheitsgemeinde engagiert haben, sei es im Ehrenamt oder auch bei der Pflege von Grünflächen, dies weiterhin machen und sich deren Anzahl vermehrt. Eine offene Kommunikation über Mängel oder konstruktive Kritiken mit Lösungsvorschlägen wird uns auch 2014 weiterbringen.

Volksstimme: Was steht auf dem Plan der Einheitsgemeinde für 2014? Was wird es für Höhepunkte geben?

Jens Hünerbein: Zu Beginn des Jahres 2014 stehen die Haushaltsberatungen auf dem Plan. Leider ist es noch nicht gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, jedoch konnte das Defizit erheblich reduziert werden. Insbesondere sollen, sofern die Fördermittel fließen, die Schäden aus dem Hochwasserereignis beseitigt werden. Der Breitbandausbau soll forciert und die Ortsdurchfahrten der Kreisstraße in Pöthen und Gommern gemeinsam mit dem Landkreis saniert werden. In die energetische Sanierung unserer Grundschule soll genau so investiert werden wie in die Straßenbeleuchtung. Weiterhin wird kräftig am Abbau des Instandhaltungsstaus an den verschiedensten kommunalen Immobilien gearbeitet. Das Löschwasserkonzept wird ebenfalls weiter umgesetzt, genau wie weitere Investitionen in unsere Feuerwehren vorgenommen werden. Ebenfalls soll in unsere Kindertagesstätten wie auch in die Erhaltung unserer Spielplätze investiert werden. Vieles ist natürlich nur unter der Voraussetzung der Gewährung von Fördermitteln möglich. Jedoch zeigt sich, dass von dem langen Wunschzettel einiges umgesetzt werden kann. Natürlich gibt es auch viele Veranstaltungen in 2014. So wird unsere Ortschaft Ladeburg 875 Jahre alt und wird dies zünftig am 30. April und 1. Mai feiern. Ebenfalls begeht die Vehlitzer Feuerwehr ihren 120. Geburtstag. Aber auch die guten traditionellen Feste wie Stadtfest einschließlich Schlauchbootrennen, Rock am Rathaus und der Gurkenmarkt werden den Veranstaltungskalender 2014 genau wie viele örtliche Feste wieder voll werden lassen.

Volksstimme: Sie sind jetzt eineinhalb Jahre im Amt, wenn Sie ein kleine Bilanz ziehen: Welche Ihrer Wahlversprechen konnten sie schon umsetzen? Und an welchen wollen Sie vor allem 2014 arbeiten?

Jens Hünerbein: Nach nunmehr eineinhalb Jahren Amtszeit kann ich sagen, dass ich mich eingelebt habe und der Job noch genau so viel Spaß macht wie am ersten Tag. Meine Vision der "Gemeinde der Generationen" verfolge ich nachhaltig weiter und sie wird mich die gesamte Amtszeit begleiten. Einige Vorstellungen konnte ich bereits umsetzen, andere müssen noch gedeihen. Bei einigen Vorhaben bin ich noch etwas ungeduldig, aber gut Ding braucht Weile, dies ist auch für mich noch ein Lernprozess. Einige Projekte sollen auch in 2014, wie beispielsweise Einrichtung des Bürgertelefons, Verlängerung der Öffnungszeit der Verwaltung, Einrichtung Jugend- und Seniorenbeirat, vorangetrieben werden.

Volksstimme: Was sind Ihre persönlichen guten Vorsätze für das neue Jahr?

Jens Hünerbein: Im Mai 2014 werden die politischen Karten im Stadtrat neu gemischt. Am 30. Juni 2014 endet die Amtszeit des jetzigen Stadtparlaments. Für die neue Zusammensetzung wünsche ich mir, dass sich alle zwölf Ortschaften dort wiederfinden und es weiterhin bei einer guten, sachlichen und kritisch-konstruktiven Zusammenarbeit im Sinne unserer gesamten Einheitsgemeinde bleibt. Meine persönlichen Vorsätze für das neue Jahr sind, ein wenig mehr auf die Gesundheit zu achten und die Familie nicht zu kurz kommen zu lassen. Vielleicht sollten auch ein paar Pfunde purzeln. Mal sehen was ich davon umsetzen kann.

Volksstimme: Was wünschen Sie den Einwohnern von Gommern für 2014?

Jens Hünerbein: Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern für das neue Jahr vor allem Gesundheit und viel Erfolg beim Gelingen aller persönlichen Ziele. Verlieren Sie nicht den Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Engagieren Sie sich im Alltag und gestalten Sie ihr Umfeld mit. Fühlen Sie sich in unserer Einheitsgemeinde geborgen, denn Sie leben in einer der schönsten Gegenden. Setzen Sie sich auch für das neue Jahr ein Ziel, sei es groß oder klein, denn nur wer Ziele hat, bleibt in Bewegung. Bewegung bringt uns alle voran, denn Stillstand kann keiner gebrauchen. Helfen Sie mit bei der Entwicklung Ihrer Einheitsgemeinde Stadt Gommern. Die Zukunft stellt uns vor immer mehr Herausforderungen und diese möchte ich mit Ihnen gemeinsam meistern.