Der Biederitzer Pfarrer Johannes Henke ist stolz auf viele freiwillige Helfer in den Ortschaften des Kirchspiels Biederitz. Mit einem Kaffeenachmittag bedankte er sich kürzlich für das Engagement im vergangenen Jahr.

Biederitz l Ohne die vielen, vielen ehrenamtlichen Helfer ist die irdische Kirchenarbeit nicht möglich, sagt Pfarrer Johannes Henke in einer kleinen andächtigen Ansprache. 122 dieser Mitarbeiter in den Ortschaften Biederitz, Gübs, Menz, Wahlitz, Königsborn und Nedlitz sind der Einladung des Pfarrers gefolgt und erfahren, dass der himmlische Vater auch in diesem Jahr wieder einen Plan habe, einen Plan für jeden Einzelnen und auch für die gesamte Gemeinschaft.

Doch, so fügt der Pfarrer an, scheint es, dass der Plan Gottes nicht immer und nicht bei jedem ankomme. Ob das nun an seinem "Bodenpersonal" liege, fragt der Pfarrer, das vielleicht noch mehr die Ärmel hochkrempeln und mehr Arbeit zum Gemeindeaufbau leisten soll? Nein, setzt er entgegen, die Gemeinschaft der Helfer ist groß und stark und entwickelt immer neue Ideen.

"Und Gottes Pläne können uns manchmal ganz schön überraschen", sagt Pfarrer Henke und erinnert an die vielen gelungenen Konzerte der Biederitzer Kantorei, an die Krippenspiele zu Weihnachten, bei denen viele Gaben zum Tagen kamen, und an den überaus großen Zuspruch am musikalischen Gottesdienst am ersten Christfeiertag mit einem extra zusammengestellten Orchester von Hobbymusikern.

Es geschehe aber auch Ungeplantes, führt der Pfarrer fort und erinnert an einen unerwarteten Gottesdienst mit Rekruten der Bundeswehr anlässlich ihres öffentlichen Gelöbnisses. Erstaunt sei er auch gewesen, als ihn der Bürgermeister im Frühjahr gebeten hatte, den neuen Deich zu segnen und das neue Dorfgemeinschaftshaus gleich mit. "Viele aufgeschlossene Bürger verfolgten interessiert die Einweihungen und nahmen gern Gottes Segen für ein Leben im Schutz hinter dem Deich entgegen", blickt Johannes Henke zurück.

Die alljährlichen Dankveranstaltungen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter finden im Biederitzer Kirchspiel seit rund 15 Jahren statt. Pfarrer Henke hatte diese Idee von seiner Arbeit in Magdeburg mitgebracht. Zunächst habe es Vorbehalte gegeben, berichtet er. Man habe gemeint, dass die Ort nicht wirklich miteinander könnten. Doch beim ersten Treffen sei es ganz anders gewesen. Die Menschen kannten sich durch ihre einstige Arbeit in der LPG. An diesem Tag müssten die Mitarbeiter nicht helfend eingreifen, keiner müsse Kuchen backen oder Kaffee kochen, wie sonst üblich. Das seien ein paar Stunden des Ausruhens, des Besinnens und des Dankens.

Plötzlich öffnet sich die Tür, und Sternsinger schlängeln sich singend durch die Stuhlreihen. Sie erfreuen die Gäste ebenso wie ein wenig später Jungen und Mädchen der Kinderkantorei, die ein weihnachtliches Musical aufführen. Überaus erfolgreich verlief in diesem Jahr die Sternsingeraktion, berichtet Claudia Scholl. Rund 4000 Euro seien für ein Bildungsprojekt in Ghana zusammenkommen.

Im Anschluss stellt Pfarrer Henke die verschiedenen Dienstbereiche der Kirchspiels hervor. Einige Mitarbeiter berichten kurz über ihre Arbeit.