Vieles hat sich der "Storchenhof Loburg" für das Jahr 2014 vorgenommen. Der Vorsitzende der als Verein geführten Vogelschutzwarte gibt einen Vorgeschmack darauf.

Loburg l Das neue Jahr fing schon gut an für den Storchenhof: "Wir konnten in unseren Reihen eine Absolventin der Hochschule Bernbug begrüßen. Sie hat zum 1. Januar ihre Tätigkeit auf dem Storchenhof aufgenommen", freut sich Dr. Christoph Kaatz.

Genug zu tun gibt es auf dem weitläufigen Gelände an der Chausseestraße ja: So soll neben dem Naturschutzkabinett ein sogenanntes Hofbüro aufgebaut werden.

Außerhalb des eigenen Geländes sollen drei Hektar eines Waldfeuchtgebietes als naturnaher Erlebnisraum gestaltet werden, der gleichzeitig die Nahrungsbedingungen für den Weißstorch verbessern soll.

Ein großes Augenmerk liegt auch in diesem Jahr wieder auf der Fortführung des internationalen Forschungsprogramms zum Einsatz von Datenloggern und Satellitentelemetriesendern. Die Vogelschutzwarte Loburg arbeitet hier intensiv mit einer Universität in Israel, der Max-Planck-Gesellschaft in Radolphzell und weiteren Institutionen anderer Länder zusammen.

Nicht zuletzt rechnet man auch in diesem Jahr wieder mit einigen Adebar-Patienten, die aufgepäppelt werden müssen. Doch die Vogelschutzwarte trägt ihren Namen nicht umsonst: "Wir kümmern uns natürlich nicht nur um Störche, auch verletzte Greifvögel haben wir zum Beispiel in unseren Volieren", erklärt Kaatz.

Dank für die Unterstützung

Beim Blick zurück auf das abgelaufene Jahr, muss eine eher durchwachsene Bilanz in Sachen "Storchenwetter" gezogen werden. Zu nass und kalt waren die Monate, in denen der Nachwuchs ins Haus stand.

"Die vielen Wünsche zu meinem 75. Geburtstag haben mich tief berührt und sind Motivation für mich und meine Familie, sowie für den gesamten Vorstand, für alle Vereinsmitglieder und Sympathisanten sowie Verpflichtung, sich weiterhin engagiert für Mensch und Natur unter der Flagge des Weißstorchs mit ganzer Kraft einzusetzen", so Dr. Christoph Kaatz, der sich für die zahlreichen Spenden bedankt. "Besonders gefreut habe ich mich, dass so viele unserer Vereinsmitglieder, Sympathisanten, Freunde und Bekannten persönlich zu meinem 75. Geburtstag gekommen waren und mit gefeiert haben. So besuchten uns trotz des schwierigen Termins am 22. Dezember auch Landtags- und Kreistagsabgeordnete, der Präsident des Landesamtes für Umweltschutz, sowie Bürgermeister, Stadt- und Ortschaftsräte und Vertreter von Vereinen, Verbänden und Parteien."

Der Storchenhof ist auch im Winter für Besucher geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen, immer in der Zeit von 10 bis 16 Uhr.