Altengrabow l Ein toter Wolf wurde am 23. Dezember auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow vom Revierleiter Joachim Simon gefunden, teilte der Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt jetzt mit. Der Wolf war ein weibliches Tier, "wahrscheinlich aus dem Wurf von 2013", sagt Wolfsexperte Klaus Puffer. Das Tier wurde ins Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin zur weiteren Untersuchung gebracht. Fest steht bislang, dass das Tier die Krankheit Räude hatte.

Räude sei eine ansteckende Krankheit, die durch bestimmte Grabmilben verursacht werde, so Klaus Puffer. Die Parasiten greifen die Haut an und führen unter anderem zu Haarausfall. "Bei hochgradigem Befall und mangelnder Widerstandskraft des Körpers können schwächliche Jungtiere abmagern und wie in diesem Fall der Erkrankung erliegen", erklärt der Wolfsexperte. Die Anfälligkeit kann durch etwaigen Wurmbefall oder andere Erkrankungen noch erhöht werden. Puffer: "Durch die Räude erfahren auch die Wölfe eine natürliche Auslese. Die vitalen Wölfe mit einem starken Immunsystem heilen die Räude aus, die anderen erliegen dieser Krankheit." Eine Übertragung auf den Menschen sei möglich, aber selten. Und wenn es doch passieren sollte, sei es letztendlich ungefährlich, so der Experte.