Eine Ampel soll einen sicheren Übergang der Bundesstraße in Wahlitz ermöglichen. Darüber sprachen die Mitglieder des Ortschaftsrates am Dienstagabend. Das Vorhaben war bislang immer gescheitert.

Wahlitz l Vor dem Hintergrund des tödlichen Unfalls in Wahlitz am Montag vor einer Woche erkundigte sich Walter Schmidt bei seinen Ratskollegen, ob diese einen erneuten Versuch, eine Ampel an der Bundesstraße zu installieren, unterstützen würden.

Am 13. Januar war eine 57-jährige Fußgängerin gegen 3.30 Uhr beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst worden und daraufhin an ihren Verletzungen erlegen.

Ihm sei klar, dass eine Ampel zu dieser Zeit sicherlich ausgeschaltet gewesen wäre. "Dennoch hat mir dieses Ereignis zu denken gegeben", erklärte Schmidt. Er würde gern versuchen, im Stadtrat diese Idee vorranzubringen. Zudem habe die SPD beim Bürgermeisterwahlkampf 2012 eine Ampel in Wahlitz und Menz im Wahlprogramm zu stehen gehabt.

Die Bundesstraße 184 führt durch Wahlitz. Eine Bushaltestelle befindet sich unweit einer scharfen Kurve. "Für Kinder wünsche ich mir dort eine bessere Situation", erklärte Walter Schmidt.

Er erinnerte sich daran, dass die frühere Bemühungen, eine Ampel einzurichten, immer gescheitert seien. "Der Landkreis und die Polizei haben dem fließenden Verkehr stets Vorrang gegeben", sagte das Ortschaftsratsmitglied. Lediglich eine Querungshilfe in Höhe des Seniorenheims konnte eingerichtet werden.

Ortsbürgermeister Reinhard Dame (CDU) stimmt zu. "Das Bemühen, an der Bushaltestelle eine Ampel einzurichten, gibt es schon seit zig Jahren." Mehrfach seien dafür auch Verkehrszählungen und anderen Prüfungen unternommen wurden, weiß der Ortsbürgermeister. "Jedes Mal sind wir auf die Nase gefallen", betonte er. "Ich habe mir auch Gedanken gemacht", erklärte Dame. "Es ist ja nicht der erste Unfall gewesen." Vor Jahren verunglückte auf der Ortsdurchfahrt ein Motorradfahrer tödlich. "Gerade für die Kinder müssten wir etwas in Angriff nehmen. Ich denke, es ist eine wichtige Sache", fasste Dame zusammen.

In kaum einer anderen Ortschaft gebe es solch unangenehme Kurvenführung wie in Wahlitz, mutmaßte Lars Gericke (Unabhängige Fraktion). Gerade nachts seien viele Fahrer zu schnell unterwegs. Er wisse von einer Ampel, welche sich nur anschaltet, wenn ein Fahrzeug zu schnell in den Ort hineinfährt. "Dann geht die Ampel an und stellt auf Rot", sagte er. "Das wäre eine gute Variante für Wahlitz",schlug er vor. Wenn solch ein System nicht nur als Ampel, sondern auch als Geschwindigkeitsregelanlage installiert würde, seien die Chancen auf eine Genehmigung vielleicht besser.

Am Ende fand der Vorschlag breite Zustimmung. Ortsbürgermeister Dame sagte: "Das ist eine Sache für die Allgemeinheit. Es geht um Unfälle im Ort. Wir werden den Antrag stellen und sicher auf einer der nächsten Sitzungen darüber reden."