Zum Ende des Schuljahres 2013/2014 wird die Förderschule "Johann Traugott Weise" in Möckern aufgegeben. Das sieht der vom Kreistag beschlossene Schulentwicklungsplan vor. Grünes Licht für eine Ausnahmegenehmigung gibt es dagegen in Loburg.

Burg l Es war eine Entscheidung, die der Verwaltung nicht leicht gefallen ist, aber getroffen werden musste. Die Förderschule "Johann Traugott Weise" in Möckern wird zum Schuljahresende aufgegeben. Es wird zu einer Fusion mit der Burger "Theodor Neubauer"-Schule kommen. Des Weiteren wird die Schule in Parchen erhalten. "Nur so ist es uns möglich, zumindest zwei Schulen dieser Form langfristig zu sichern", sagte Landrat Lothar Finzelberg.

Notwendig war diese Regelung geworden, weil alle drei Schulen bereits im laufenden Schuljahr weit unter der Mindestschülerzahl von 90 liegen (Burg 65, Möckern 72, Parchen 56). Der Standort Möckern werde aufgegeben, weil das Gebäude nicht Eigentum des Landkreises sei und erheblicher Sanierungsbedarf bestünde, der nicht über Fördermittel realisiert werden kann, begründete die Verwaltung. Gabriele Herrmann, Fraktionsvorsitzende der Linken, stellte den Antrag, dass der Landkreis eine Ausnahmegenehmigung für den Erhalt aller drei Standorte beantrage. Dieser wurde von den Mitgliedern des Kreistages mehrheitlich abgelehnt.

Ein Grund für die sinkende Anzahl an Förderschülern sei eben auch die Inklusion, erläuterte Kreistagsmitglied Dr. Michael Krause (SPD). Für Lutz Nitz (Die Grünen) steht fest: "Alle reden darüber, aber wissen nicht, was das ist. Erstmal müssten die Rahmenbedingungen stimmen." Ähnlich sah es auch Markus Kurze (CDU): "Inklusion geht nicht im Schweinsgalopp."

Dafür aber gab es grünes Licht vom Landesverwaltungsamt für die geplante Gemeinschaftsschule der Sekundarschulen in Möckern und Loburg. Einzeln gesehen würde keine der Schulen die Mindestsschülerzahl erreichen - als Mehrfachstandort schon. "Entgegen der Regelungen kam aus dem Amt das Signal, dass eine Ausnahmegenehmigung möglich ist", konnte Vorstandsmitglied Bernhard Braun auf dem Kreistag verkünden.

Klaus Bock (SPD) erklärte sich allerdings noch nicht ganz mit der Planung einverstanden. "Der Satz, dass in Möckern das Hauptgebäude stehen soll, sollte eigentlich gestrichen werden." Braun erklärte, dass das Land jedoch eine Entscheidung über Haupt- und Nebengebäude verlangt.