Acht Kandidaten wurden für die Volksstimme-Aktion "Du bis spitze" aufgestellt. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können Ihren Lokalmatadoren 2013 wählen. Nacheinander stellen wir die Nominierten noch einmal vor. Heute setzen wir die kleine Serie mit Dominik Patté fort.

Burg l Sicher, die meisten kennen Dominik Patté von der Bühne des Burger Amateurkabaretts "CAT-stairs". Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Truppe, die seit dem Jahr 2000 besteht und seitdem Jahr für Jahr mit ihren Programmen Furore macht und immer wieder Hunderte Burger erfreut.

Aufführungsort ist der Saal des evangelischen Gemeindehauses. Und wer dort regelmäßig anzutreffen ist, der kann auch dafür den Hut aufgesetzt bekommen. So kam Dominik Patté zum nächsten Ehrenamt.

Ganz nebenbei sagt er: "Im letzten Jahr habe ich 10 Jahre Genthiner Amateurtheater abgerissen."

Und 2009 wurde er Stadtrat. Weil die damalige SPD-Fraktion bei ihm angefragt hatte. Er habe lange überlegt, ob er das auch noch auf die Reihe bekomme oder nicht. Dann habe er ja gesagt. Und er wurde gewählt. Da sind inzwischen fünf Jahre schon fast um. Zu den Wahlen im Mai wird er wieder kandidieren.

Zumindest etwas von dem, was er sich damals vorgenommen hatte, ist verwirklicht worden. Auf dem Gebiet der Kultur konnte man etwas forcieren, sagt Patté nachdenklich. Mit der Tourismusentwicklung beginne man im Zuge der Laga-Vorbereitung jetzt erst richtig.

Patté ist Sprecher des Burger Kulturstammtisches und einer der drei Begründer, die erreichten, dass Kulturschaffende aus Burg und der Umgebung in loser Runde zusammenwirken und auf diese Weise ihre Potentiale bündeln.

Seit 2010 treffen sich diejenigen, die mitmachen, in Abständen von zwei bis drei Monaten an unterschiedlichen Orten bei unterschiedlichen Gastgebern, wie zum Beispiel in Burger Gaststätten, der Stadthalle, Bibliothek oder im Soziokulturellen Zentrum. Als Sprecher obliegt es Dominik Patté, die Meinung des Kulturstammtisches nach außen zu vertreten. Schließlich wollen die Mitwirkenden gestaltenden Einfluss auf die Politik nehmen, damit das geistig-kulturelle Leben trotz knapper Stadtkasse nicht zum Erliegen kommt, sondern sich weiter entfalten kann.

"Der Kulturstammtisch hat das Laufen gelernt", sagt er lächelnd und ist sich wohl bewusst, dass Tische normalerweise nicht laufen und dies auch nicht lernen. "Ich denke, wir sind auf einem wirklich guten Weg. Die Skepsis des ersten Jahres haben wir offensichtlich überwunden. Gemeinsam haben wir eine Menge geschafft und gemeinsam haben wir das Brigitte-Reimann-Jahr 2013 gestemmt."

Ohne dieses Zusammenwirken vieler verschiedener Kulturschaffenden und Institutionen wäre das nicht möglich gewesen. Dadurch, dass von der Konzeption und von der Unterstützung vor Ort zu erwarten war, dass es erfolgreich sein wird und nachhaltig wirkt, wurde möglich, solche Partner wie das Land Sachsen-Anhalt oder die Sparkasse und einen Schirmherren wie den Ministerpräsidenten zu gewinnen.

Dominik Patté ist alles andere als selbstzufrieden. Was ihn wurmt, ist, dass manche Kulturschaffenden die große Chance noch nicht erkannt haben, die sich mit der gegenseitigen Vernetzung durch den Kulturstammtisch bietet. Auch darum sollen die Termine der Zusammenkünfte nun öffentlich angekündigt werden wie am 13. Februar um 18.30 Uhr in "Saskias Altstadtcafé".

Patté ist Jahrgang 84. Kein echter Burger, denn er war "als Risikogeburt nach Magdeburg verfrachtet worden, aber dann ...", sagt er von sich.

Er wuchs in Burg auf, ging hier zur Schule, machte hier das Abitur, erlernte seinen Beruf und wurde darin Meister. So leitet er heute zusammen mit seinem Bruder den Meisterfachbetrieb, den er vom Vater 2008 übernommen hatte. Inzwischen ist der Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieb ein Traditionsunternehmen in Burg mit mehreren Gesellen.

Auch daher kann man Dominik Patté kennen.