Die neue Sporthalle für Loburg ist fertig. Am Freitagnachmittag wurde sie mit Sektempfang, Grußworten und einem Volleyballspiel feierlich der öffentlichen Nutzung übergeben.

Loburg l Sollte es noch einen Zweifel daran geben, dass die Loburger Sporthalle notwendig ist, dann hängt der Beweis sichtbar im Eingangsbereich. Es ist der Hallennutzungsplan. Darauf sind kaum freie Zeiten zu sehen, freut sich Stadtbürgermeister Frank von Holly. Er hatte versprochen, dass die Loburger ihren Ersatzneubau bekommen, nachdem der Orkan Kyrill vor sieben Jahren die alte Halle am Kalitzer Weg beschädigte (siehe Info-Kasten).

Die neue Halle verfügt über Umkleideräume und einen Sanitärtrakt, die Sportfläche erlaubt unter anderem wettkampfgerechtes Volleyballspiel.

Idealerweise sei mit dem Neubau der Halle an dieser Stelle endlich ein Schandfleck aus dem Stadtbild am Marktplatz verschwunden, freute sich Loburgs Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann. Gemeint ist die brachliegende Fläche, auf der einstmals der "Prinz von Preußen" stand. Allerdings hätten sich viele die Halle lieber an der Sekundarschule gewünscht. Der entstandene Neubau sei sehr gelungen. Die gut 300 Gäste bei der Einweihung - darunter Ehrengäste wie der ehemalige Innenminister Holger Hövelmann und der Landtagsabgeordnete Markus Kurze - bestätigten das mit ihrem Applaus.

Der Loburger Architektin Andrea Stephan war mit ihrem Entwurf gelungen, was Architekturbüros von Außerhalb nicht berücksichtigt hatten: Sie heilte eine Wunde im Umfeld des Marktplatzes und fügte den Neubau als Bestandteil historisch gewachsener Bausubstanz ein. Das zeigt sich auch in vermeintlichen Kleinigkeiten, wie angedeuteten Bogenfenstern am Hallentrakt: sie erinnern an den ehemaligen Tanzsaal des "Prinz von Preußen".

Staatssekretär Dr. Klaus Klang vom Landesministerium für Landesentwicklung und Verkehr lobte das Handeln der Stadt als mutig: "Sie haben es richtig gemacht, die Sporthalle mitten in den Ort reingeholt, also mitten in das Gemeindeleben." Er wies darauf hin, dass das Land Sachsen-Anhalt seit dem Jahr 1992 in die Städtebauförderung von Loburg umgerechnet etwa fünf Millionen DM investiert habe, und die Förderung für die Sporthalle zu den letzten geförderten Projekten überhaupt zähle. Das Städtebausanierungsprogramm läuft aus.

Auch der Landrat des Jerichower Landes Lothar Finzelberg hob hervor, dass nur an diesem Standort eine solche Förderung möglich gewesen war. Wenngleich die vom Landkreis Jerichower Land geleisteten 81 000 Euro aus der Versicherungszahlung der abgerissenen alten Halle nicht sonderlich hoch seien, so erwarte Finzelberg doch, dass der Landkreis künftig jedes Jahr die gleiche Summe als Hallenmiete für den Sekundarschulsport überweisen werde.

Der ehemalige Innenminister Holger Hövelmann schrieb es auch dem "in Loburg herrschenden Optimismus" zu, dass trotz vieler Diskussionen und Zweifel der Ersatzneubau möglich wurde.

Möckerns Stadtchef Frank von Holly dankte vor allem den Loburgern für deren Vertrauen in die vorangegangenen Versprechung der Stadtverwaltung. Man habe gesagt und dann gezeigt, dass man in der Lage sei, die Halle zu bauen.

Zum Rahmenprogramm der Einweihung gehörte ein Auftritt der Kindertanzgruppe des Loburger Karnevalsklubs LoCC und eine Aufwärm-Übung der Nachwuchssportler des Loburger Sportvereines. Die SG Rosian bewies dann mit einem Volleyball-Spiel die tatsächliche Tauglichkeit der Halle.

 

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