Möser l Leider konnte eine Familie den Termin zur Verlosung in der Möseraner Gemeindeverwaltung nicht wahrnehmen. So waren es zunächst Corinna Vegelahn und ihre Kinder Caspar und Greta sowie Hartmut Mertens, die am Glücksrad das Schicksal herausforderten.

Als im Sommer letzten Jahres der erste symbolische Spatenstich für das große Neubaugebiet "Grabenbruch" gesetzt wurde, wartete Bürgermeister Bernd Köppen mit einer Überraschung auf.

Die Gemeinde, die anteilig größter Flächeneigentümer und Vermarkter ist, stellt den zehn ersten Interessenten an einem Bauplatz nach Unterzeichnung des Kaufvertrages einige Preise zur Verfügung. Diese werden ausgelost.

Auf den Glücksrad, das im Trauzimmer der Gemeindeverwaltung aufgebaut worden ist, sind die Preise vermerkt. Sie reichen von verschiedenen Hausanschlüssen bis zu Gutscheinen für Pflanzmaterial oder anteilige Notarkosten.

Das Rad hat die Verwaltungsmitarbeiterin Beatrix Ließmann liebevoll hergerichtet. Dafür erntet sie die Anerkennung von Groß und Klein.

Ganz kulant hat Hartmut Mertens der Familie den Vortritt eingeräumt. Corinna Vegelahn ruft ihre Kinder zu sich: "Wir fassen alle drei zugleich an und drehen an der Scheibe". Mit Schwung rattert das Glücksrad los. Bürgermeister Bernd Köppen hatte zuvor die Regularien beschrieben. Die Scheibe müsse sich mindestens einmal rundherum drehen, und es gibt nur einen Versuch. Dieser bleibt für die Familie Vegelan bei einem Gutschein für einen Burger Baumarkt stehen.

Auch Hartmut Mertens bringt die Scheibe kräftig in Schwung. Er gewinnt damit einen Gutschein über die Fertigstellung eines Elektrohausanschlusses. Das kann so rund 1000 Euro und auch noch ein bisschen mehr kosten.

Hartmut Mertens wohnt mit seiner vierköpfigen Familie ebenso in Magdeburg wie die Vegelahns. Sie sind durch den Tipp einer Arbeitskollegin auf den Baustandort Lostau gekommen. Die Kollegin wohnt in Lostau und arbeitet wie auch Corinna Vegelahn bei Hexal. Die Familie habe schon seit einiger Zeit nach einem schönen Bauplatz gesucht, erzählt die junge Frau. Und Lostau habe der Familie auf Anhieb gefallen. Es ist eine wunderschöne Umgebung mit Wald und Wasser, fast wie im Urlaub. Es werden Bauträger freie Grundstücke zu guten Konditionen angeboten. Die Grundstücke sind groß genug. Ihres habe 920 Quadratmeter und somit sei für den achtjährigen Caspar viel Platz zum Fußballspielen. Man sei schnell auf der Autobahn und nahe bei der Omi, die in Barleben wohnt.

Für Caspar und Greta ist das eigene Zimmer das beste. Bisher teilen sie sich einen Raum. Doch Streit wird es nicht geben, sagt Mutti Corinna Vegelahn: "Beide Kinderzimmer sind exakt gleich groß."

Die beiden glücklichen Gewinner hoffen, das nächste Weihnachtsfest im neuen Heim zu feiern.

Die Auslosungen werden nach Bedarf fortgeführt.

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