Der Straßenbau im Sanierungsgebiet der Burger Altstadt wird auch in diesem Sommer beziehungsweise nach dem Frost fortgesetzt. Erneuert werden die Hainstraße und die Nicolaistraße. Der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates befasste sich mit beiden Entwurfsplanungen.

Burg l Mit der Sanierung der geschichtsträchtigen Hainstraße im ältesten Viertel von Burg wird an den Arbeiten in der Brücken- und Bergstraße angeknüpft. Im Zuge der Landesgartenschau wird dieser Bereich eine besondere Bedeutung einnehmen - als Spaziermeile und sichtbarer Teil des historischen Stadtkerns.

Vorgesehen ist ein grundhafter Ausbau des 175 Meter langen Abschnittes, erläuterte Simone Kuschinsky vom Bau-Fachbereich der Stadtverwaltung. Neben dem Neuaufbau des Straßenkörpers wird der Wasserverband Regen-, Schmutz- und Trinkwasserleitungen verlegen. Auch die Stadtwerke sind mit im Boot, sie versetzen den Trafo, der sich derzeit in der Hainstraße 19 befindet, auf ein anderes Grundstück in der Nähe des Museums. In diesem Zusammenhang müssen eine 1 und 15 KV-Elektroleitung gezogen und eine Gasleitung teilweise umverlegt werden.

Die Straße selbst soll sich dem typischen Charakter der Altstadt anpassen; sie wird eine Gesamtbreite von 6,40 Meter haben und mit ockerfarbigem Großpflaster (Neumaterial) aufgebaut - in ungebundener Bauweise wie beispielsweise in der Deichstraße. Auch bei den Auffahrten ist Großpflaster vorgesehen. Die Gehwege, wobei der auf der Südseite unter anderem wegen Gerberei und Museum Vorrang hat, werden südlich mit Neu- und nördlich mit Altmaterial hergestellt, ebenfalls mit Mosaikpflaster. Geplant ist zudem, die Straße beidseitig mit einem Hochbord einzufassen.

Neue Straßenlampen sind erforderlich, da diese bereits 2006 installiert wurden. Änderungen der Verkehrsführung beabsichtigt die Stadt auch nicht. Der Bauausschuss einigte sich, bei der Gestaltung der Fußwege bzw. Übergänge auch die Meinung des Inklusionsbeirates, der wieder am 12. Februar berät, mit einzuholen.

Die Gesamtkosten für die Hainstraße belaufen sich auf 390 000 Euro.

Eine der kleinsten, aber wichtigen Verbindungsstraßen ist die 80 Meter lange Nicolaistraße. Im Rahmen des grundhaften Ausbaus der Magdeburger Straße wollen der Wasserverband und die Stadt die Gelegenheit nutzen, neue Leitungen in die Erde zu bringen und die Strecke neu herzurichten. Die 5,84 Meter breite Fahrbahn soll mit Großpflaster aus Altmaterial in ungebundener Bauweise versehen werden. Der vorhandene und bereits sanierte Gehweg auf der Ostseite wird nicht verändert, so Simone Kuschinsky. Auch künftig wird es auf der Westseite etwa zehn Parkmöglichkeiten geben - mit farblicher Abgrenzung. Von einer Beschilderung will die Verwaltung absehen. Ziel ist es, so wenig Verkehrszeichen wir möglich zu installieren. Für das nötige Licht sollen drei Altstadtleuchten (analog Deichstraße) sorgen.

Für die Hainstraße hat die Stadt 80 000 Euro im Budget.