Die Erinnerung an zwei furchtbare Weltkriege wachhalten - das hat sich auch der Ihleburger Ortschaftsrat vorgenommen. Auch aus diesem Grund soll das Denkmal in einen würdigen Zustand versetzt werden.

Ihleburg l Auch Ihleburg sollte nicht einfach darüber hinweg gehen, dass 2014 der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges begangen wird. Das äußerte in der jüngsten Ortschaftsratssitzung Ralf Huchel. Das Ortschaftratsmitglied legte dar, was es darunter für Ihleburg versteht. "Das Kriegerdenkmal vor dem Sportplatz sollte wieder würdig hergestellt werden. Wenn wir ehrlich sind, braucht es mehr, als die Fläche zu harken, um das Gefallenendenkmal wieder ansehnlich zu gestalten", versuchte Huchel, den Ortschaftsrat zu überzeugen.

Zwar kümmere sich der Sportverein darum, das Denkmal und die Umgebung sauber zu halten, aber nach Ansicht von Huchel sollte in diesem Jubiläumsjahr mehr geschehen. 25 Namen von Ihleburgern, die vor einem Jahrhundert in dem bis dahin grausamsten Krieg Europas ihr Leben lassen mussten, sind auf einer angebrachten Platte verewigt.

"Vergessen sollten wir in den Zusammenhang nicht, dass 2014 gleichfalls an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren gedacht wird. Eine Gelegenheit, das Kriegerdenkmal mit den Namen Ihleburger Bürger zu ergänzen, die zwischen 1939 und 1945 gefallen sind", erläuterte Ralf Huchel. Er habe sich bereits mit dem Ortschronisten konsultiert, um aufzulisten, wer von den Vorfahren nicht wieder in den Heimatort zurückkehren konnte. Bis jetzt seien es 32 Namen, die erfasst wurden. Das sei nur ein vorläufiges Resultat, betonte der Ortsrat sofort.

Dem konnte Wieland Günther von der Stadtverwaltung nur zustimmen. Er ist unter anderem für den Bereich Grünanlagen zuständig. "Eine Erneuerung des Denkmals würde in meinen Arbeitsbereich fallen. Ich bin deshalb gern bereit, Ihleburg zu unterstützen. Aber auch ich muss dringend raten, nichts über das Knie zu brechen, eine Namensliste zusammenzustellen. Es muss genau recherchiert werden, damit die neue Tafel ohne Namenslücken auf dem Denkmal zu sehen ist", betonte Wieland Günther.

Ralf Huchel ist klar, dass die Arbeiten nicht ohne Hilfe und Unterstützung der Ihleburger zu schaffen sind. "Ich würde mich sehr freuen, wenn es bei dem Projekt genauso viele Freiwillige mitmachen wie im vorigen Jahr beim Bau unseres neuen Spielplatzes", erinnerte er.

Huchel stelle sich keine "aufwendigen Tiefbauarbeiten vor", um den Platz wieder ansprechend herzurichten. Es sollte eine Rekultivierung sein. Die jetzt zwei Meter hohe Hecke zurückschneiden, den Kiesweg wieder herrichten, neues Gras aussähen und den Obelisk säubern. Das alles würde kein Geld kosten, aber die Anfertigung der Gedenktafel an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges schon, machte Huchel klar. Er vertraue darauf, dass es ausreichend Ihleburger geben wird, die für eine Ergänzungstafel Geld spenden. Genauso sah es der Ortschaftsrat, der dem Vorschlag des Ratskollegen seine Zustimmung gab.