Die Schadstoffkonzentrationen in der Lindenschule sind jetzt im normalen Bereich für Innenräume. Das hat die Auswertung der Messungen der Unfallkasse ergeben. Dennoch sollten die Räume weiterhin regelmäßig gelüftet werden. Die Unfallkasse kündigt weiterhin Kontrollen an.

Burg l "Es besteht keine Gesundheitsgefährdung mehr für Lehrer und Schüler in der Lindenschule", verkündete Kreisvorstand Bernd Girke auf der jüngsten Sitzung des Kreistages.

Das bestätigte nun auch die Unfallkasse Sachsen-Anhalt, die im November 2013 noch einmal Messungen vorgenommen hat. "Nachdem das alte Mobiliar durch neues ersetzt wurde, liegen die Schadstoffkonzentrationen, insbesondere von Formaldehyd, nun weit unter denen der Messungen vom August 2012 und jetzt im normalen Bereich für Innenräume", informierte Pressesprecher Uwe Köppen.

Seitens der Lehrerschaft gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden hinsichtlich der Beeinträchtigungen der Atemluft in einigen Klassenräumen. Zahlreiche Lehrer klagten über Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel (Volksstimme berichtete).

Viele Schüler und Lehrer mussten krank zu Hause bleiben. Daraufhin hat der Landkreis als Eigentümer des Schulobjektes mehrere Messungen vornehmen lassen, um eventuelle Ursachen zu ermitteln und zu beseitigen. "Bei der Messung im August 2012 wurden erhöhte Werte bei der Schadstoffkonzentration festgestellt", erzählte Köppen. Im Ergebnis sind im Jahre 2013 teilweise neue Möbel angeschafft, Einbauschränke umgebaut und andere Reinigungsmittel verwendet worden. Kontrollmessungen der Unfallkasse Ende des Jahres 2013 haben den Erfolg der umgesetzten Maßnahmen bestätigt. "Die Messwerte aller relevanten Parameter konnten gesenkt werden", teilte Girke den Kreistagsmitgliedern mit.

Lehrerkollegium stets über Verfahrensstände informiert

Das Lehrerkollegium sei seitens der Kreisverwaltung immer über die jeweiligen Verfahrensstände direkt informiert worden. Das Landesschulamt und der Landespersonalrat seien zudem kontinuierlich in die Prozesse einbezogen gewesen, so der Kreisvorstand. Zudem haben alle Mess-und Prüf- protokolle der Schule vorgelegen.

Weitere Maßnahmen bzw. Messungen seien nun nicht mehr notwendig, so der Pressesprecher der Unfallkasse. "Dennoch wird generell empfohlen, in allen Räumen der Schule regelmäßig zu lüften", sagte Uwe Köppen. Des Weiteren werden Aufsichtspersonen der Unfallkasse die Schule künftig im Rahmen regelmäßiger Besichtigungen aufsuchen und erneute Kontrollen durch- führen.

Mit den nun vorliegenden Ergebnissen zeigt sich die Kreisverwaltung zufrieden. "Wir sind unserer Verantwortung für die Schüler sowie die Lehrerschaft konsequent nachgekommen und können jetzt jegliche gesundheitliche Beeinträchtigung, die sich auf die bauliche Substanz des Gebäudes zurückführen lassen, ausschließen", teilte Kreissprecher Henry Liebe mit.