Loburg/Breitenhagen l Sie organisieren sich, um gemeinsam stark zu sein, aber sie helfen auch denen, die es alleine nicht schaffen: Die Mitglieder des Gewerbevereines Raum Loburg haben unlängst tatkräftig mitgeholfen, einen vom Hochwasser betroffenen Reiterhof in Breitenhagen an der Elbe wieder arbeitsfähig zu machen.

"Wir wollten nicht nur Geld spenden, sondern selber mit anpacken", beschreibt der Vereinsvorsitzende Ulf Drzymala die Ausgangssituation im Juli 2013. Bei den Vereinsversammlungen kam der Wunsch zur Sprache, und "wie durch ein Wunder" sagten alle "ja, machen wir", erinnert sich der Vereinschef zurück. Es folgten Besuche auf dem Reiterhof, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ausgemusterte Rennpferde und vom Tierschutz gerettete Pferde zu pflegen und zum Freizeitreiten für Kinder und Jugendliche vorzuhalten.

"Vier Wochen stand der Hof unter Wasser. Da gab es viel zu tun", beschreibt es Ulf Drzymala. Aus dem ersten Hilfseinsatz entwickelte sich eine Eigendynamik. Erst wurde ein Zaun erneuert, dann entschied man sich, Lampen zu erneuern, es folgten Einsätze, bei denen es darum ging, von anderswo Heu für die Tiere herzuorganisieren. Neben Muskelkraft steuerten die Helfer aus Loburg auch schwere Technik bei - es zeigte sich schnell, was die Gewerbetreibenden alles auf die Beine stellen können. Vereinsmitglied Gernot Hanf aus Lübars zeigte sich beeindruckt über das "Wir"-Gefühl, das in der betroffenen Region um Breitenhagen herrscht: "Als der Fährmann erkannte, dass wir da sind, um anderen Leuten zu helfen, hat er aufgehört uns abzukassieren, wenn wir über die Elbe setzten. Die sind da mit ihrem Zusammenhalt zum Teil schon weiter als wir!"

Aus der Hilfsaktion ist eine Freundschaft geworden. "Der Kontakt wird bleiben. Und das Projekt endet irgendwie nie", stellt Ulf Drzymala fest. Weiterhin wird geschaut, wie man etwa in Sachen Futtermittelbeschaffung helfen kann.

Der Gewerbeverein Raum Loburg besteht derzeit aus 53 Mitgliedern.

Informationen zum Gewerbeverein unter www.gewerbeverein-loburg.de