Die Biederitzer Gemeindeverwaltung hatte Bahnvertreter, Polizei, und Mitarbeiter der Kreisverwaltung zu einer Bahnübergangsschau eingeladen. Es ging um den problematischen Übergang in der Woltersdorfer Straße in Biederitz.

Biederitz l Im vergangenen Jahr hatten Züge die Gleise passiert, obwohl die Schranken oben waren und das rote Warnsignal nicht blinkte. Das hatte große Besorgnis in der Bevölkerung hervorgerufen. Über den Bahnübergang führt ein Weg zur Schule.

Die Bahnvertreter beharrten auf ihrer schon nach Medienkritik geäußerten Auffassung, dass der Übergang sicher sei. Die Bahnen würden auf dem Bahnübergang stehen bleiben und nicht fahren. Diese Situation habe mit der Einrichtung einer Langsamfahrstrecke wegen Brückenbauarbeiten zu tun, sei nun aber nicht mehr gegeben, sagte eine Vertreter der DB Netz AG vor Ort.

Die Bahnleute erläuterten, dass die Anlage nicht dem heutigen Standard entspricht und nur mit Ausnahmegenehmigung betrieben werde.

Dennoch beharrten Bürgermeister Kay Gericke und Polizei auf der Forderung, dass von ihr keinerlei Gefahren ausgehen dürfen. Nicht für Fußgänger und nicht für Autofahrer. Hier müssten eindeutige Situationen herrschen. Ein Eisenbahnzug auf den Gleisen bei offenen Schranken und dunklem Andreaskreuz seien vor allem für Kinder eine große Gefahr, auch wenn die Bahn meine, der Übergang sei technisch sicher.

Die Spannung der Gesprächsrunde dämpfte Martina Meissner von der DB Netz AG. Sie zeichnet für die bevorstehende Modernisierung des Bahnüberganges verantwortlich. Der Umbau sollte zwar schon im Vorjahr begonnen werden, sagte die Bahn-Frau, doch man habe sich dann entschieden, zunächst die Brückenbaustelle zu Ende zu führen.

Wenn das Wetter mitspielt, führte sie weiter aus, würden die Arbeiten zum Umbau der Anlage Ende März beginnen. Man rechnet mit einer Fertigstellung Juni/Juli. Dann werde es vier Schranken geben. Der Fußweg wird in die Signalanlage integriert. Der Geländerirrgarten verschwindet.

Martina Meissner schlug vor, die Kinder der Grundschule im Zuge der präventiven Maßnahmen der Bahn vor Ort mit den Gefahren an Bahnüber-gängen vertraut zu machen. Das stieß auf breite Zustimmung.

Leider wird der Übergang in der Bauphase auch rund zwei bis drei Wochen voll gesperrt werden müssen. Die Anschlüsse zur Straßen werden grundhaft ausgebaut.