Einen stimmungsvollen Auftakt, wie schon seit Jahren nicht mehr, erlebte der Drewitzer Karneval am Sonnabendabend zu Beginn seiner 48. Session. Der Saal des Kulturhauses bebte.

Drewitz l Mehr als drei Stunden Programm und Zugaben versetzten die Narren und Närrinnen zum Karnevalsauftakt in Hochstimmung. Ob Tanz, Gesang, Büttenrede oder Sketch, es war für jeden etwas dabei. Auch wenn die Stimmung beim Rentnerkarneval am Sonntagnachmittag etwas verhalten war.

Erstmals, so Sitzungspräsident Hartmut Höft, konnten auch Narren aus Genthin begrüßt werden. Die Besucher kamen aber nicht aus den Nachbarorten, sondern beispielsweise auch aus Möckern, Burg, Gerwisch und Magdeburg. "Bisher sind wir mit dem Besucherzuspruch zufrieden", so Bernd Mesenberg, Vorsitzender des Drewitzer Karnevalvereins (DKV).

Dass es mit dem Nachwuchs für die Funkengarde ganz gut aussieht, zeigten die Kleinsten, angeführt von der dreijährigen Lilly aus Schopsdorf, beim Rentnerkarneval. Unter der Anleitung von Ortsbürgermeisterin Conny Vietmeyer, die am Sonntag erstmals Oma wurde, üben die Mädchen einmal in der Woche in Drewitz. Hartmut Höft: "Unser Dankeschön geht nicht nur an Conny, sondern auch an die Eltern, die ihre Kinder stets zum Üben nach Drewitz bringen."

Auch in diesem Jahr konnte der DKV wieder ein neues Mitglied vorstellen. Elke Schramm brachte sich auch gleich als Bauchtänzerin in das Programm ein.

Die große Funkengarde, die Tanzgruppe und das Männerballett konnten mit ihren Darbietungen wieder voll überzeugen. Einstudiert wurden die Aufführungen unter der Anleitung von Conny Vietmeyer. Die Choreografie der Nummer "Cotton Eye Joe" des Männerballetts hatten allerdings Benjamin Richter und Fabian Höft in ihre Hände genommen.

In der Bütt zeigten sich diesmal Manfred Fischer und Marion Mohr. Während letztere als "Dame von der roten Front" kein gutes Haar am starken Geschlecht ließ und dafür am Ende sogar Beifall des selben erhielt, kramte Manfred Fischer mal wieder in seiner unerschöpflichen Witze-Kiste, nicht immer ganz jugendfrei. Der 73-Jährige ist seit 48 Jahren dabei.

Nicht fehlen durften im Programm natürlich die Kanoniere, die Strullesänger und der Dorfklatsch mit den Schwestern Kerstin Dieckmann und Helma Höft.

Jara Barcou und Gitti Demarczyk erinnerten mit ihrem Lied "Schön ist es, auf der Welt zu sein" an Schlagerbarde Roy Black.

Waltraud und Dirk Stahlich, Klausi Frau Listig, widmeten sich in ihrem Sketch ganz dem Versicherungswesen. Unter anderem ging es dabei um eine "Kanarienvogelkäfiggebiss-Versicherung", ganz zur Freude des Publikums.

Herbert Erich alias Conny Vietmeyer und Ina Kranzow hatten es dagegen mit dem Computer und seinen Tücken zu tun. Das Ansehen von Sex-Seiten brachte die beiden älteren Herren doch in Verlegenheit. Als Premiere stellte das Herren-Duo die "Hymne der deutschen Landbewohner" (siehe Info-Kasten) vor, die mittels Handzettel von allen mitgesungen werden konnte.

Nicht mehr wegzudenken aus dem Programm ist das Abschlusslied. "Wenn wir uns wiedersehen im nächsten Jahr" durfte durchaus als Einladung des DKC für das kommende Jahr verstanden werden. Mit "Viva Colonia" wurde der Ausmarsch begleitet.

In zwei Jahren zur 50. Session des Drewitzer Karnevals wird der Elferrat sich als "Schwanensee-Ballett" präsentieren, versprach Sitzungspräsident Hartmut Höft zum Abschluss des Rentnerkarnevals. Na bis dann, Strulle helau.

   

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