Reesen l Auf zwei Einsätze kam die Freiwillige Feuerwehr Reesen im Jahr 2013. "Das ist eine gute Bilanz", so Ortswehrleiter Dirk Rose in seinem Rechenschaftsbericht. Elf Tage lang waren 13 Kameraden beim Hochwasser in Blumenthal im Einsatz. Neben Ortsbürgermeister Otto Voigt bedankten sich auch Jens Vogler, stellvertretender Bürgermeister von Burg, und Stadtwehrleiter Wolfram Stukenberg bei den Reesener Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft während des Hochwassers. Außerdem: Neun Kameraden stellten bei einem Scheunenbrand in Grabow die Wasserversorgung sicher.

Für Otto Voigt ist die Ortswehr unerlässlich. "Wenn etwas war, waren alle Kameraden zur Stelle. Sie sind auch im Dorf aktiv, wenn sie gebraucht werden." Schwerpunkt für die Wehr sei noch immer die Bundesstraße 1. Otto Voigt: "Hier entstehen immer wieder Situationen, die nicht so einfach zu bewältigen sind." Er würdigte auch die Ehrenabteilung "als ganz wichtiges Glied im Ort". Diese brachte sich beispielsweise aktiv bei der Sanierung der Pfarrscheune ein.

Jens Vogler gab den Kameraden mit auf den Weg, "nicht traurig zu sein, dass es nur zwei Einsätze waren". Beim Hochwassereinsatz haben die Reesener Kameraden ihren Abschnitt hervorragend abgedeckt, so Jens Vogler. "Wichtig ist, dass wir Solidarität gezeigt haben. Und da haben die Reesener hervorragend mitgewirkt."

Seine Bauchschmerzen in Sachen Atemschutzgeräteträger in der Reesener Ortswehr brachte Wolfram Stukenberg zum Ausdruck. "Hier sind junge Leute gefragt." Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, dass bereits ein Kamerad einen entsprechenden Lehrgang absolviert.

Gesucht wird ab sofort in Reesen ein neuer Jugendwart. Denny Fähnrich, der diese Aufgabe bisher bewältigte, kann das Ehrenamt aufgrund beruflicher Dinge nicht mehr erledigen. Ihm wurde für seine Tätigkeit gedankt und er wurde abberufen. "Die Aufgaben des Jugendwartes können auch zwei Kameraden übernehmen", so Ortswehrleiter Dirk Rose. Sie müssen aber erst eine Ausbildung absolvieren. Wolfram Stukenberg bot an, dass die drei Reesener Kameraden der Jugendfeuerwehr, bis ein Nachfolger gefunden ist, an der Ausbildung in Burg teilnehmen können.

In einem zeitnahen Gespräch soll nun mit den drei Betroffenen gesprochen werden. Dirk Rose: "Auf keinen Fall wollen wir, dass sich nun in der Übergangszeit die Jugendfeuerwehr auflöst. Wir werden alles daran setzen, um eine vernünftige Lösung zu finden."