Zwischen November und Ende Februar werden entlang der Bundes- straße 1 insgesamt 35 Bäume gefällt. Die Aktion dient der Verkehrssicherheit. Es geht um Bäume, bei denen die Gefahr droht, dass Äste auf die Straße fallen. Schlimmeres ist allerdings bisher noch nicht passiert.

Burg/Genthin l Entlang der B 1 beobachten Autofahrer in letzter Zeit gehäuft Mitarbeiter der Straßenmeisterei Körbelitz, die dabei sind, Bäume zu fällen. In den letzten Tagen war das vorwiegend auf der Bundesstraße zwischen Burg und Genthin der Fall. "Es sind wie im vergangenen Jahr auch alle Regionen im Jerichower Land betroffen", sagt aber Harald Siebeck, Leiter der Straßenmeisterei Körbe-litz.

Seit November und noch bis Ende Februar werden entlang der B 1 zwischen Burg und der Landesgrenze zu Brandenburg insgesamt 35 Bäume gefällt. Im gleichen Zeitraum 2012/2013 waren es dort 17. "Die Bäume sind in ihrer Standsicherheit gefährdet", begründet Siebeck die Maßnahme. Kreissprecher Henry Liebe ergänzt: "Die Bäume werden auf Grund der Erfüllung der Verkehrssicherungpflicht gefällt." Zuvor waren die Untere Naturschutzbehörde, die Straßenmeisterei und die Polizei vor Ort, um sich ein Bild zu machen und gefährdete Bäume zu kennzeichen. "In der Regel geht es um Bäume, die auf Grund ihres Alters oder wegen eingetretener Schädigungen nicht mehr standsicher sind oder von denen durch abbrechende Äste eine Gefahr ausgeht", konkretisiert der Kreissprecher. Der Zeitraum November bis Februar sei vorgegeben, damit die Fällungen noch vor der Brut- und Setzzeit einiger Tiere erledigt werden, betont der Leiter der Straßenmeisterei Körbelitz.

Äste sollen nicht auf die Straße fallen

Für die Polizei hat die Maßnahme sehr wichtige Effekte. "Es geht natürlich in erster Linie um die Verkehrssicherheit. Zum anderen geht es darum, für Lkw ein so genanntes Lichtraumprofil zu erarbeiten. Hier dürfen die Äste bis zu einer Höhe von 4,50 Meter nicht auf die Straße ragen", erklärt Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch. Im Sommer war die Polizei bei der Baumschau mit dabei gewesen. Insgesamt wurden 600 Kilometer an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen abgefahren. "Das Prozedere dauert drei Tage. Insgesamt wurden auf allen Straßen über 200 Bäume markiert, die die Verkehrssicherheit gefährdeten", informiert Kriebitzsch. Die Fällungen seien notwendig, um die Gefahr von Windbruch oder das Umkippen von Bäumen quer auf die Straße zu verhindern, erklärt Kriebitzsch.

Auch wenn die Maßnahmen in den vergangenen Tagen gehäuft auftreten, versichern sowohl die Kreisverwaltung als auch die Straßenmeisterei, dass in diesem Jahr insgesamt weniger Bäume als im Vorjahr gefällt wurden. Die entsprechende Anzahl der Bäume werde auf dafür vorgesehene Flächen nachgepflanzt. "Da die geltenden Verordnungen große Abstände zum Fahrbahnrand vorschreiben, erfolgen die Nachpflanzungen deshalb in der Regel nicht mehr an der Straße", erklärt Liebe. Der Abstand zur Straße müsse 7,50 Meter betragen, ergänzt Harald Siebeck. "Für die Ersatzpflanzungen ist dann der jeweilige Baulastträger der Straße verantwortlich", so der Leiter der Straßenmeisterei Körbe-litz.

   

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