Der Rotary Club Burg-Genthin veranstaltet am 15. März seine bisher größte Benefizveranstaltung in der Burger Stadthalle. Unterstützung finden sie bei der Band "Schmerzlos". Die vier Ärzte und zwei Unternehmer covern Oldies und haben eine Überraschung mit im Gepäck.

Burg l "Wir waren Feuer und Flamme, als der Vorschlag kam, dass die Band bei unserer Veranstaltung auftreten könnte. Sie wird das Zugpferd sein", sagt Rainer Aumann, Präsident des Rotary Clubs Burg-Genthin. Der Club will mit der Veranstaltung Spenden für ein Sozialprojekt in Tansania sammeln. Da konnten auch die Musiker nicht nein sagen.

Es ist zweieinhalb Jahre her, als sich die sechsköpfige Band in der jetzigen Konstellation gefunden hat. Dr. Hans-Georg Damert (Gitarre und Gesang) von der Uni-Klinik hatte in der internen Zeitung nach Musikbegeisterten gesucht. "Es hat sich ein Schneeballsystem entwickelt. Der eine hat einen anderen gekannt und so haben wir letztendlich zusammengefunden", erzählt der Plastische Chirurg. Mit Prof. Dr. Paul Janowitz (Gitarre), Dr. Rainer Honkisch (Keyboard) und Sascha Ussat (Schlagzeug) spielen drei Ärzte aus dem Burger Krankenhaus mit in der Band. Dazu kommen die beiden Unternehmer Burkhard Meyer (Gitarre, Gesang) und Gunther Weiss (Bass).

Einmal die Woche treffen sie sich zum Proben. Begonnen hat es in Wedringen, dann wurde in einem feuchten Keller in Magdeburg geprobt, dann in Schermen und seit neuestem auf dem Gelände von Enercon in Magdeburg. "Es ist nicht immer leicht, alle zusammenzukriegen, aber es funktioniert", sagt Rainer Honkisch. Musikalisch haben sie sich der Rockmusik und den Oldies verschrieben. Von Ute Freudenberg über die Puhdys bis hin zu den Rolling Stones reicht ihr Repertoire. "Wir sind mit dieser Musik aufgewachsen. Anfangs haben wir für uns gespielt, mittlerweile ist uns die Stimmung des Publikums viel wichtiger", erklärt Burkhard Meyer. Die Band tritt bei Festveranstaltungen oder privaten Geburtstagsfeiern auf. "Mehr als zwölf Konzerte im Jahr sind bei uns aber zeitlich einfach nicht möglich", erklärt Gunther Weiss. In diesem Jahr wird "Schmerzlos" auch beim Sachsen-Anhalt-Tag in Wernigerode spielen.

Bei einigen reicht die Musikerzeit bis in die Kinder- und Jugendzeit zurück. "Meine Eltern haben mich in die Musikschule geschickt, damals habe ich es gehasst, jetzt bin ich allerdings froh, dabei zu sein", erzählt Honkisch. Weiss hat bereits zu Ostzeiten in einer Live-Band gespielt. Und Burkhard Meyer konnte sich sogar staatlich geprüfter Schallplattenunterhalter nennen. Die Prüfung hat er damals vor dem Rat des Kreises ablegen müssen. "Mittlerweile haben wir uns aber alle weiterentwickelt", sagt der Unternehmer mit einem Lächeln im Gesicht.

Der Name "Schmerzlos" hat dagegen nichts mit den Medizinern in der Band zu tun. "Unsere Band besteht aus abgeklärten Leuten, wir haben unsere Erfahrungen gesammelt und wollen jetzt Gelassenheit ausstrahlen. Die Leute sollen bei uns die Schmerzen des Alltages vergessen", sagt Honkisch.

Die nächste Gelegenheit dazu besteht am 15. März ab 19.30 Uhr. Bei der Benefizveranstaltung wird die Sängerin Hope Nabukenya aus Uganda die Band bei einigen Liedern unterstützen. Zudem wird Handchirurg Hans-Georg Damert signierte Boxhandschuhe von Robert Stieglitz und ein Trikot von SCM-Spieler Andreas Rojewksi mit im Gepäck haben, was beides an dem Abend für das Sozialprojekt des Rotary-Clubs versteigert werden soll.

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