Der Landkreis Jerichower Land hat für wichtige Maßnahmen in der Sekundarschule von Loburg über eine Million Euro in den Finanzplan eingeplant. Mit dem Geld sollen Sanierungsarbeiten erfolgen und der Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Loburg l Für die Lehrer, Eltern und den Schulförderverein dürfte die jüngste Vergangenheit einem Wechselbad der Gefühle gleichkommen. Eben noch galt die Schule als nicht bestandsfähig, dann wieder werden für die Haushaltsjahre 2014 bis 2017 insgesamt 1,05 Millionen Euro für Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen im Finanzplan des Haushaltsplans 2014 veranschlagt.

Zwar darf auch jetzt die Sekundarschule nur wegen einer erteilten Ausnahme im Schulentwicklungsplan weiterhin an den Start gehen, aber für viele Loburger sieht die Zukunft jetzt schon etwas rosiger aus. Schließlich wird endlich wieder Geld in das Schulgebäude am Kalitzer Weg gesteckt.

Außentreppe für den Neubau

Und an dem Bau ist einiges zu machen: So ist nicht etwa nur die Sanierung des Altbaus berücksichtigt worden. Im Zuge der Brandschutzertüchtigung des Schulkomplexes soll auch die Herstellung einer Außentreppe am Neubauteil erfolgen.

Auf diese Weise wird der erforderliche zweite Rettungsweg geschaffen. Auch der Einbau von Brandschutzverglasungen zwischen dem Altbau und dem Verbinder sei vorgesehen, teilt Landkreissprecher Henry Liebe auf Anfrage mit.

Zum Hintergrund: Mit der erfolgten Gebietsreform im Jahre 2007 war die Stadt Loburg ins Jerichower Land gekommen. Damit wechselte auch die Schulträgerschaft für Sekundarschulen vom Altkreis Zerbst zum Landkreis Jerichower Land. Letzterer übernahm ein Gebäude, welches nach Auffassung vieler Beobachter schon damals nicht den gültigen Brandschutzbestimmungen entsprach. Zuletzt war sogar die Sperrung der oberen Etage im Neubau der Schule angeordnet worden, weil es keinen zweiten Rettungsweg gab. Ganze Fachkabinette konnten daraufhin nicht mehr genutzt werden.

Eine Regressforderung an Verantwortliche des damaligen Schulträgers sei aber nicht möglich, erklärt Kreissprecher Liebe: "Der Landkreis Jerichower Land war schließlich Rechtsnachfolger. An wen hätte man denn da den Anspruch stellen sollen? Wir mussten das Schulgebäude so übernehmen, wie es war."

Die nun nötigen Arbeiten an dem Schulgebäude sollen schrittweise erfolgen. Laut Planung sollen noch in diesem Jahr 150 000 Euro in dem Schulgebäude investiert werden. Für das Jahr 2015 sind 200 000 Euro im Kreishaushalt vorgemerkt worden, in den Jahren 2016 und 2017 sollen es nach derzeitigem Stand jeweils 350 000 Euro sein.

Der Kreistag des Jerichower Landes hatte Landrat Lothar Finzelberg ermächtigt, nach Vorlage der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen die zur Durchführung der Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen in der Sekundarschule Loburg erforderlichen Planungs- und Bauleistungen zu beauftragen.