Französisch mit einem echten Franzosen stand gestern für die Mädchen und Jungen der Niegripper Grundschule auf dem Stundenplan. Das Francemobil machte Station im Burger Ortsteil.

Niegripp l Ein kleines französisches Auto parkte gestern Mittag am Schulhof der Niegripper Grundschule. Mit ihm war der Franzose Martin Rieu gekommen, um den zwei Gruppen Schülern die französische Sprache und Kultur ein wenig näher zu bringen.

Als die erste Schülergruppe den Raum betrat, bedachten die Kinder den Franzosen gleich mit seiner landestypischen Begrüßung "Bonjour". Das heißt "Guten Tag" auf Französisch. Martin Rieu stellte sich zum Anfang der Stunde den Kindern vor und erzählte ihnen, kindgerecht, aber gleich in französischer Sprache, dass er aus Toulouse im Süden Frankreichs stammt und dass es dort oft ziemlich warm ist.

Neben Französischem auch mal Englisches unter den Antworten

Mit einem Spiel nach dem anderen begeisterte Martin Rieu die Grundschüler. Ob es um einzelne Vokabeln ging, die herausgesucht werden mussten, oder um die Farben, für seine kleinen Zuhörer fand der Franzose stets einen Weg, das Gelernte gleich anzuwenden. Mit einem Tanz konnten sie beweisen, dass sie die Begriffe für verschiedene Körperteile schon gelernt hatten.

Hin und wieder wurde es sogar noch internationaler: Dann mischten sich neben den gewünschten französischen Antworten auch mal englische darunter. "Yes", klang es dann durch den Raum. Sowohl Martin Rieu als auch Schulleiterin Annett Hentschel nahmen das aber mit Humor: "Wenn gleich mehrere Sprachen als Antwortmöglichkeit zur Auswahl stehen, ist das um so besser."

Besonders gut kam ein Buch an, das übersetzt in etwa "Der König ist verschwunden" heißt. Über verschiedene Seiten und das Frage-Antwort-Spiel "Wo ist der König?" hangelten sich die Schüler bis hin zum Thronsaal, wo der König in einer Kammer versteckt auf der Toilette saß. Großes Gelächter gab es da. "Hihi, habt ihr das gesehen?", kicherten Maria Magdalena Fischer und ihre Klassenkameraden.

Zum Schluss konnten die Kinder ihrem Gast noch Löcher in den Bauch fragen: Wie hoch ist der Eiffelturm? Um die 300 Meter. Und wo hat Martin Deutsch gelernt? In der Schule.

Franzose freut sich über solides Wissen der Niegripper Kinder

Nach der Schulstunde zeigte sich Martin Rieu begeistert vom Sprachwissen der Niegripper Grundschüler. "Sie können wirklich schon viel und ihre Aussprache ist auch sehr ordentlich. Ich bin ehrlich beeindruckt", lobte er. Er muss es wissen, besucht er von Kindergärten bis zum Gymnasium unterschiedliche Bildungseinrichtungen im Land. Gesprochen hat er das Lob an die Niegripper Kinder übrigens in beinahe akzentfreiem Deutsch. Das Lernen der Sprache geht eben in beide Richtungen.

 

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