Richtfest gestern für die Sekundarschule Möser: Die aktuell größte Schulbaustelle im Kreis ist auf einem guten Weg. Der milde Winter hilft, auch alte Fundamente halten das nicht auf.

Möser l Schüler aus der Einheitsgemeinde Möser können sich auf eine im Grunde neue Schule freuen, in die sie ab dem neuen Schuljahr gehen werden. "Wir liegen im Zeitplan und im Finanzrahmen", erklärte Bauvorstand Bernd Girke gestern beim Richtfest für das umfangreiche Sanierungsprojekt. Das ist mit etwa 5,2 Millionen Euro veranschlagt. Davon sind 3,4 Millionen Fördermittel.

Dass Mehrkosten entstehen, weil im Tiefbau unvorhergesehen ein altes Fundament für Ärger sorgte, sieht Girke gelassen. "Es ist mit dem Fördermittelgeber besprochen." Bei Arbeiten für den neuen Verbindungsbau zwischen Gebäude 1 und 2 waren die Bauleute auf massive Fundamente gestoßen. Den Planern war zwar bekannt gewesen, dass hier mal ein Heizhaus gestanden hatte, aber nicht dass dazu ein großer Schornstein gehörte. "Wir bleiben im Rahmen", versicherte Girke.

Die Schule wird komplett energetisch saniert. Neue Haustechnik wird installiert. Ein Gebäude bekommt ein neues Dach. Ein Zwischenbau verbindet künftig beide Gebäude, die zwischen 1985 und 1996 entstanden. Die Schule soll künftig barrierefrei sein. Es wird eine Behinderten-Sanitär-Anlage geben. Eingerichtet wird eine Hauswirtschaftsküche mit sieben Arbeitsplätzen.

Landrat Lothar Finzelberg hob hervor, dass der Großteil des Bauvolumens wieder an Firmen aus der Region ausgereicht werden konnte. Er dankte den Partnern für ihre Verlässlichkeit und seinen Fachleuten in der Bauverwaltung um Bernd Girke und Klaus Voth für die gute Arbeit. Nach dem traditionellen Richtspruch und Anstoßen schlug Finzelberg den Richtnagel mit elf Schlägen ins Holz.

Noch bis Ende Februar sollen auf dem Schulgelände weitere Bäume, Robinien und Kiefern, gefällt werden. An ihrer Stelle soll ein gestalteter Freibeeich für die Schüler entstehen. Dazu gehört auch ein Pavillon.

Aktuell hat die Schule knapp 260 Schüler und 33 Lehrer. Ein Teil von ihnen hat Unterricht in einem Großcontainer. Er wurde aufgestellt, weil in einem Gebäude während der Sanierungszeit gar kein Lernen möglich ist.

"Wenn wir Möser geschafft haben, dann haben wir im Kreis so gut wie alle Schulen ordentlich hergerichtet", betonte Bernd Girke. Ausnahme ist dann noch die Sekundarschule Loburg. Hier hängt es an der Schulentwicklungsplanung. Girke: "Die Mittel hätten wir für die Schule."

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