Mit der Landesgartenschau (Laga) 2018 wird auch der Flickschupark sein Gesicht verändern. Erste Planungen beschäftigen sich jetzt mit dem Spiel- und Aussichtshügel im östlichsten Teil des Geländes.

Burg l Beginnt die Laga am Bahnhof beziehungsweise am Großparkplatz des ehemaligen Schlachthofes, sollen sich die Besucher am Ende der Erlebnistour auf etwas ganz Besonderes freuen - den mehr als vier Hektar großen Flickschupark. Nicht nur, weil die Auenlandschaft mit der dann vergrößerten Wasserfläche oder der Seeterrasse ihren eigenen grünen Reiz versprühen, sondern am Ende an der vielbefahrenen Wasserstraße eine Spielwiese mit einer Kuppel zum Verweilen einladen soll. "Hier wollen wir noch einen Erlebnispunkt für Familien schaffen, der neugierig machen soll, auch das gesamte Areal des Parkes bis zum letzten Winkel zu erkunden", erläuterte Gero Heck vom zuständigen Berliner Planungsbüro relais. Die knifflige Frage dabei: Wie hoch soll dieser Spielhügel tatsächlich werden? Vier, fünf oder sieben Meter? Um diese Frage am besten zu beantworten, schwebten Mitarbeiter des Planungsbüros, der Stadtverwaltung und Stadträte in luftiger Höhe, um die Sichtachsen auszuloten. "Denn wir wollen so viele Bäume wie möglich erhalten", begründete Heck, der darauf verwies, dass die Feinplanungen nun konkret umgesetzt werden.

Der Flickschupark soll quasi als Ausgang der Laga zu einem nachhaltigen Erlebnis werden - auch nach der sechsmonatigen Landesveranstaltung. Und zwar als dauerhafte naturnahe Erholungslandschaft zum Radfahren, Laufen und Wandern mit direktem Bezug zum Wasser.

Auch historisch gesehen geht er wie der Goethepark auf eine Stiftung von Albertine Flickschu zurück, die einer Burger Tuchfabrikantenfamilie angehörte.

Das Gelände beruht auf Planungen des Architekten Hans Schmidt, die zwischen 1913 und 1921 fertiggestellt wurden.