Schartau l Die Hinweisschilder entlang des Elberadweges sind für Radtouristen eine willkommene Hilfe. Die Pflege, Reparatur und Instandhaltung war seit drei Jahren die Aufgabe von Siegfried Göbecke und Hans Peter Timme aus Burg. Ihre Arbeitsmaßnahme läuft nun Ende März aus. Neben den beiden sind zehn weitere Arbeiter aus dem Burger und zwölf im Genthiner Raum betroffen.

"Da steckt viel Arbeit drin und natürlich auch eine Menge Herzblut", sagt Timme sichtlich bedrückt. Über die Zeit hätten die beiden so viel Erfahrung gesammelt, dass sie genug Ideen zur Verbesserung hätten. Bis dahin haben sie sich um die Pflege der Schilder gekümmert, Touristen die Strecke erklärt, Tipps gegeben und den Radweg von Müll befreit. "Es wäre schade, wenn es keine Fortsetzung geben würde, dann wäre unsere Arbeit umsonst gewesen", erzählt Göbecke.

Das Auslaufen der Maßnahme bestätigt Stefan Dreßler vom Jobcenter Jerichower Land. Das Projekt sei 2008 im Rahmen des Programmes "Aktiv zur Rente" für Arbeitskräfte über 50 Jahre ins Leben gerufen worden. "Insgesamt haben sich 28 Teilnehmer bis heute daran beteiligt", erzählt Dreßler. Ob es eine Fortsetzung der Maßnahme geben wird, ist bislang noch ungewiss. "Wir werden das prüfen. Im Laufe des März wird es dazu eine Entscheidung geben. Es ist von vielen Faktoren abhängig", erklärt Dreßler. Grund sei, dass anderen Maßnahmen momentan eine größere Priorität zugeordnet werde. "Es kommen ja immer neue Maßnahmen dazu. Diese müssen erstmal anfangen zu laufen, bevor wir uns anderen Dingen widmen", begründet er.

Tourismusverband würde Fortsetzung befürworten

Das Auslaufen der Maßnahmen trifft beim Tourismusverband Elbe-Börde-Heide auf wenig Freude. "Aus fachlicher Sicht begrüßen wir natürlich außerordentlich solche kommunalen Projekte und würden die Fortsetzung unbedingt befürworten, gerade auch in Hinblick auf die Laga", sagt Bettina Weimann vom Tourismusverband. Wegezustand und Beschilderung des Elberadweges seien natürlich eine wichtige Voraussetzung für die touristische Vermarktung, so die Elberadwegkoordinatorin. Das Rangerprojekt wurde damals ohne Zutun des Tourismusverbandes als Arbeitsfördermaßnahme seitens des Landkreises durchgeführt. "Wir sind auch jederzeit zu einer fachlichen Befürwortung bereit, haben aber leider wenig Einflussmöglichkeit auf kommunale Entscheidungen zur Arbeitsförderung", so Weimann.

Insgesamt ist das nur ein kleiner Trost für Siegfried Göbecke und Hans-Peter Timme. Eine Entscheidung über ihre Maßnahme wird dann im März fallen. "Ich würde das auch in meiner Freizeit weitermachen, aber wenn es weiterhin mein Job ist, wäre das doppelt schön", sagt Göbecke.