Loburg l Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly (CDU) deutete bereits am Sitzungsabend an, dem Vorhaben stünde die Stadtverwaltung nicht im Wege, wenn es denn der Wille der Ortschaftsräte sei.

Zu der Entscheidung der Ratsleute kam es, nachdem in der Einwohnerfragestunde ein Einwohner sich zu Wort meldete. Er vermisse eine politische Auseinandersetzung mit dem Thema Windkraft bei Zeppernick und Rosian im Loburger Ortschaftsrat. "Ich habe fast das Gefühl, das interessiert hier gar keinen", so der Bürger.

Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann erinnerte daran, dass sich der Ortschaftsrat bereits vor einem Jahr gegen Windkraft in der Nähe der Naturschongebiete ausgesprochen habe. "Aber es stimmt schon, dass der Ortschaftsrat bisher keine Solidarität gezeigt hat", räumte Wünschmann ein. Eine daraufhin spontan durchgeführte Abfrage aller Ratsleute durch den Ortsbürgermeister ergab, dass alle Ortschaftsräte von Loburg diese Form der Meinungsäußerung nutzen wollen. Ratsmitglied Andreas Vogler (BCU) erklärte dabei, nicht generell gegen Windkraft zu sein, sondern gegen eine zu große Anhäufung in der Region.

Ähnlich argumentieren auch die Mitglieder der in Zeppernick beheimateten Bürgerinitiative "Unsere schöne Heimat", auf die die Idee mit den gelben Kreuzen zurückgeht. Neu ist die Idee mit den gelben Kreuzen jedoch nicht. Das Symbol wurde im Wendland eigentlich als Ausdruck gegen die Atomkraft etabliert. Bisher fanden sich die gelben Kreuze vor allem an Privathäusern in Zeppernick und den umliegenden Ortschaften. In Loburg sind bisher nur wenige gelbe Kreuze bekannt.

Ebenfalls einstimmig beschloss der Ortschaftsrat Loburg, einen überwiegenden Teil der Haushaltsgelder für Volksfeste im Ort auf das Jahr 2015 zu übertragen, wenn die große 1050-Jahr-Feier ansteht.

Keine Einstimmigkeit herrschte am Montag bezüglich der Abschaffung der Loburger Baumschutzsatzung: Sechs Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung ergab die Abstimmung, nachdem alle noch einmal ihre Meinung gesagt hatten. Die Volksstimme wird das Thema in einer kommenden Ausgabe noch einmal aufgreifen.