Die Ergebnisse ihrer 18-monatigen intensiven Arbeit wollen am Mittwoch die Aktivisten der Bürgerplattform Biederitz 2030 vorstellen und mit den Bürgern diskutieren.

Biederitz l In zunächst sechs, später sieben Themenforen sind zu unterschiedlichen Sachfragen Fakten gesammelt, Vorhandenes analysiert und Ideen für die weitere Gestaltung und Entwicklung der Ortschaften in der Gemeinde Biederitz entwickelt worden. Die beiden Aktivisten dieser unmittelbaren Art von Bürgerbeteiligung Peter Theiß und Oliver Lindner schätzen ein, dass das Ergebnis eine geeignete Leitlinie für die Zukunft von Biederitz darstellt.

Die Arbeit habe aber auch gezeigt, dass es in der Gemeinde Biederitz kaum geahnte Ressourcen von klugen Köpfen gibt, die ihr spezielles Wissen, ihre Kreativität und ihre Aktivität in die Zukunftssicherung der Gemeinde einbringen wollen. Nach 18 Monaten Bürgerplattform liegt ein Abschlussbericht vor, der bei der Veranstaltung am Mittwoch im Mittelpunkt stehen wird.

Viele der darin postulierten Thesen und Themen sind es wert, im öffentlichen Disput weiter beleuchtet zu werden.

So hat man sich in einem Themenforum mit dem Thema Dorfentwicklung befasst. Die Experten, meist selbst Planer, Architekten oder Stadtentwickler, sind der Auffassung, dass die Gemeinde Biederitz mehr mit ihren vorhandenen Potenzen wuchern und die gegebenen Besonderheiten deutlich schärfen sollte. Das, was stets im Zuge der Namensnennung von Biederitz hervorgehoben wird, das "Dorf im Grünen", sei durch eine sinnvolle Bauleitplanung weiter umzusetzen. Entwicklungsschwerpunkte sehen die Visionisten in einer "sportlichen Gemeinde", in einer "alters- und familiengerechten Gemeinde" und in einer "energetisch zukunftsorientierten Gemeinde".

Mit letzterem Aspekt hat sich auch ein anderes Themenforum befasst. Seine Mitglieder empfehlen der Gemeinde aktive Schritte in Richtung Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Fachleute empfehlen die Nutzung von "grünem" Strom" und die Produktion von Energie zur Eigenversorgung vor Ort - Stichwort Biogasanlagen. Ölheizungen sollten in hochwassergefährdeten Gebieten ersetzt werden. Deutlich wird auch gesagt, dass dies für die Kommune und die Bürger nicht zum Nulltarifs zu haben sein wird.

Apropos Kosten: Der Finanzlage und der finanziellen Zukunft von Biederitz hat sich das Themenforum 1 gewidmet. Derzeit gilt es, weiterhin strengste Sparsamkeit walten zu lassen. Dann könnte es mittelfristig gelingen, Einnahmen und Ausgaben in die Balance zu bringen.

Zur Abschlussveranstaltung und zum offenen Disput sind alle Bürger am 5. März um 19 Uhr in die Biederitzer Mehrzweckhalle eingeladen. Der Bericht steht unter www.biederitz2030.de zur Verfügung.