Zusammen informieren, beten, erzählen, teilen, essen - der Weltgebetstag ist vielseitig. In Leitzkau und in Gommern haben die Gemeinden den Tag besonders gestaltet.

Gommern l "Ich fand es richtig cool", sagt Lea Schumeier. Die Zehnjährige war zum ersten Mal beim Weltgebetstag in Gommern dabei und damit auch die jüngste Teilnehmerin unter den rund 45 Gemeindemitgliedern am Freitagabend.

Jeden ersten Freitag im März begehen die Christen dieser Welt den Weltgebetstag. Dieser wird immer von Frauen in einem anderen Land vorbereitet. In diesem Jahr war Ägypten das ausgewählte Land. Es gibt immer viele Vorschläge und Anleitungen für die Gestaltung dieses Tages in der Kirche.

Die katholische und evangelische Gemeinde in Gommern arbeiten hier immer Hand in Hand zusammen und gestalten einen ökumenischen Gottesdienst. Mit viel Erfolg. Lea ist total begeistert. "Alle haben sich richtig viel Mühe gegeben, schöne Lieder wurden gesungen und schöne Kostüme getragen." Und nicht nur das. Mit Tüchern, Palme, Minipyramiden, Wasserkrug und anderen ägyptischen Symbolen dekorierten sie den katholischen Gemeinderaum, so dass ein Hauch von Orient in die Kirchenräume einzog.

Nicht zuletzt wird dieser Gottesdienst zu einem besonderen, weil viele an ihm mitwirken. Geschichten aus der Bibel werden in Dialogen und teilweise verkleidet vorgetragen oder auch nachgespielt, die Situationen von Frauen in Ägypten ebenfalls mit Dialogen erzählt. Immer spricht wer anders, so dass auch die Blicke im Raum ständig wandern. Dazu kommen Lieder, die ebenfalls leicht orientalische Züge haben. Wie die Lieder, die jede Woche gesungen werden, werden auch diese mitgesungen. Niemand im Raum fremdelt mit dem Thema, vielmehr freut man sich über die andere Herangehensweise.

Im Vorhinein wurde viel vorbereitet. Ein Länderabend, an dem mit einem Lichtbildvortrag über das Land und die Geschichte Ägyptens informiert wurde, ging dem Weltgebetstag voran. "Eine tolle Sache, wie man auch so viel über ein anderes Land erfährt", schwärmt Birgit Reppin. Sie ist zum ersten Mal beim Weltgebetstag dabei und fühlte sich wie viele andere Gemeindemitglieder vom Vortrag inspiriert und kochte eine ägyptische Köstlichkeit. "Dass hier so viel gemeinsam gemacht wird, finde ich am besten daran", sagt sie. Helga Neumann ist schon ein alter Hase, was den Weltgebetstag angeht. Für sie liegt das Beste der Veranstaltung klar auf der Hand: "Die Zusammenarbeit zwischen evangelischer und katholischer Kirche klappt einfach super, da geht alles Hand in Hand. Man sollte es noch öfter so machen."

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